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Neue Heimat für 40 Kleintiere

Tierheim Neue Heimat für 40 Kleintiere

Das Tierheim schließt das Jahr 2013 dank des Pilotprojekts "Adoptierstube" positiv ab.

Marburg. Das Marburger Tierheim zieht nach 2013 eine positive Bilanz: Es wurden besonders viele Tiere vermittelt, die Spendebereitschaft nahm zu. Verantwortlich für den Aufschwung im Tierheim seien besonders die neue Adoptierstube im Wehrdaer Tiernahrungsmarkt „Fressnapf“ sowie die Homepage, die für viele Vermittlungen hilfreich waren, erklärt Geschäftsführer Robert Neureuther.

Grundsätzlich ist das Tierheim allerdings vor allem von Spenden abhängig. Sowohl die Zahl der Sach-, als auch der Geldspenden seien 2013 angestiegen, auch die sogenannten „Futterpatenschaften“ werden wieder vermehrt verzeichnet.

Die Spenden sollen auch in verschiedene andere Projekte fließen, wie etwa das Hundehaus, welches renoviert werden soll. Auch die Zwinger sollen wohnlicher, die Schalldämmung und die Hygiene verbessert werden, formuliert die erste Vorsitzende des Tierheims, Regina Linda, ihren Wunsch für das Jahr 2014.

„Die Hauptsache ist natürlich, dass die Tiere vermittelt werden.“, meint Linda, „das ist hier die Lebensgrundeinstellung.“ Auch sie ist zufrieden mit der positiven Aufnahme der Adoptierstube, in der seit Juli 2013 Kleintiere vermittelt werden, die genau dieser „Lebensgrundeinstellung“ einen Auftrieb zu geben scheint. „Wir bekommen viel Lob von außen“, erzählt sie, „die Vermittlungen sind seit Beginn des Projekts stark angestiegen.“

Allein in der Adoptierstube wurden im vergangenen Jahr 40 Kleintiere vermittelt. „Die Außenstelle erfreut sich größter Beliebtheit“, freut sich Neureuther, „die Leute kommen von weit her, um sich unser Angebot anzuschauen.“ Auch das Tierheim selbst profitiere von der Außenstelle, denn viele Tierliebhaber kämen nach einem Besuch dort nach Cappel, um im Tierheim nach dem passenden Tier zu suchen.

Dennoch seien Verbesserungen immer ein Thema, erklärt Neureuther, denn schließlich sei dieses Projekt, welches in den USA und in Großbritannien bereits seit Jahren üblich ist, das erste seiner Art in Deutschland.

Das Pilotprojekt könne auch deutschlandweit als Konzept für andere Tierheime übernommen werden, meint Neureuther, schließlich trage das Projekt auch zur Refinanzierung des Tierheims selbst bei. So seien beispielsweise Tiere nun weniger lange in der Obhut des Tierheims, wodurch Futter- oder Arztkosten gesenkt werden könnten.

„Als Tierheim machen wir natürlich eigentlich keinen Gewinn“, erläutert Linda, „schließlich zahlen wir beim Tierarzt die gleichen Kosten wie eine Privatperson.“ Auch das sei ein Grund, warum die Tiere möglichst schnell vermittelt werden müssten, ergänzt Neureuther. „Wir bekommen ja auch selten kerngesunde Tiere. Meistens sind es alte oder kranke Tiere, die bei uns abgegeben werden.“

Weil diese Tiere oft nicht vermittelt werden können, unterstützt das Tierheim diejenigen, die sie aufnehmen auch finanziell. „Die Tiere müssen versorgt werden. Ob wir sie selbst voll versorgen oder eine Familie, ist nebensächlich. Zahlen müssen wir ohnehin, also warum sollten wir die Familien nicht unterstützen?“, findet Regina Linda und wiederholt: „die Hauptsache ist, dass es den Tieren gut geht.“

von Melchior Bonacker

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