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Neue Halle geht Ende Mai in Betrieb

Stadthallen-Umbau Neue Halle geht Ende Mai in Betrieb

Die Arbeiten an der Stadthalle schreiten voran: Die Eröffnung des rundumerneuerten „Erwin-Piscator-Hauses“ findet voraussichtlich rund drei Jahre nach dem Beginn der ­Bauarbeiten statt.

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Die Marburger Stadthalle präsentiert sich im völlig neuen Outfit und wird wohl Ende Mai eröffnet.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Jetzt wird es allmählich immer konkreter: Die offizielle Einweihung der „rundumerneuerten“ Marburger Stadthalle wird laut Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) voraussichtlich in der zweiten Maihälfte oder Anfang Juni  2016 über die Bühne gehen. Der genaue Termin solle noch im Januar bekanntgegeben werden, sagte Spies auf Anfrage der OP.

Baubeginn für das Großprojekt war im Juni 2013. Fast auf den Tag genau drei Jahre später wird die neue Halle dann wieder in den Betrieb gehen. Es sieht also so aus, als wenn es keine weiteren Verzögerungen mehr geben wird. Der ursprüngliche Plan hatte eine Einweihung der neuen Stadthalle bereits Mitte Januar anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs der Stadt Marburg vorgesehen. Doch der Einweihungstermin war immer wieder nach hinten verschoben worden. Detailliertere Überlegungen zum Programm für die Stadthallen-Einweihung gibt es bereits. Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren. Doch OB Spies wollte der OP dazu noch nichts Konkretes mitteilen.

„Karat“ gibt Konzert

Klar ist auf jeden Fall, dass sich alle künftigen Nutzer an den Feierlichkeiten beteiligen werden: das sind beispielsweise das Landestheater, der Konzertverein, der Kulturladen KFZ, die Martin-Luther-Schule und die Tourismusgesellschaft von Stadt und Kreis. Das hatte die neue Stadthallenmanagerin Tine Faber im Juli dieses Jahres bei einem Rundgang auf der Baustelle auf Anfrage der OP erläutert.

Bereits für den 21. Mai 2016 ist für die Kreativmesse Marburg der offizielle Austragungsort ­Erwin-Piscator-Haus angegeben. Und einige weitere Veranstaltungen, für die jetzt bereits der Vorverkauf läuft, sollen jeden Fall im großen Saal des neuen Erwin-Piscator-Hauses über die Bühne gehen. Das gilt beispielsweise für das Konzert der Ostrocker von „Karat“, die am 28. Oktober 2016 dort spielen sollen. Auch Auftritte des Comedian Jürgen von der Lippe (8. Dezember 2016), und des Kabarett-Duos Badesalz (3. Dezember 2016) sind avisiert. Auch Schlagerfans dürfen sich freuen: Martin Marcell und Freddy März alias „Fantasy“ sollen am 20. Oktober 2016 in der neuen Stadthalle ihren Auftritt haben. Und Eckart von Hirschhausen wird voraussichtlich für den 23. Januar 2017 mit dem Programm „Wunderheiler“ in der Stadthalle Marburg gebucht.

Klar ist auf jeden Fall, dass der neue Stadthallen-Vorplatz erst dann weiter umgestaltet werden wird, wenn die Bauarbeiten an dem Gebäude abgeschlossen sind. Das wird voraussichtlich im Sommer passieren, sodass der Platz dann im Herbst neu gestaltet sein wird. Noch völlig offen ist, welchen Namen der Platz zwischen der Stadthalle und dem Uni-Hörsaalgebäude erhalten soll. Der Vorschlag von Alt-Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), ihn „Platz der Kulturen“ zu taufen, hatte Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause abgelehnt. Nun wird immer noch ein neuer Name gesucht, sagte OB Spies.

Spies: keine Hinweise auf weitere Kostensteigerung

Der neue Rathaus-Chef ist guten Mutes, dass der Neujahrsempfang 2017 bereits in der neuen Stadthalle stattfinden kann. Insgesamt freut er sich darauf, dass das neue „Erwin-Piscator-Haus“ mit dem dann integrierten Kulturladen KFZ und dem neuen „Sky-Restaurant“ auch ein verändertes Nutzer-Spektrum bekommen könne. Zudem bekomme auch die gesamte „Kulturmeile“, zu der auch das Uni-Museum (Ernst-von-Hülsen-Haus), Kino und Kunstvereins-Haus zählen, ein völlig neues Gesicht und werde dann „optisch und gefühlt zu ­einer Einheit“.

Bisher gibt es laut Spies keine Hinweise auf eine weitere Kostensteigerung. Erst im August war bei einer Informationsveranstaltung des Magistrats allerdings eine nochmalige Kostensteigerung bei dem städtischen Großvorhaben bekanntgeworden. Gegenüber der schon zwischenzeitlich teurer gewordenenen Ursprungsplanung seien die Kosten noch einmal um rund 2,95 Millionen Euro gestiegen, hatten die Gutachter von der Projektsteuerung damals bekanntgegeben – insgesamt war die Summe für die grundlegenden Um- und Neubauten am Stadthallengebäude damit auf 35,6 Millionen Euro gestiegen. Auch der nach Angaben von Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung normale Kostenmehrbedarf von 15 Prozent wird also in der Endabrechnung noch einmal deutlich überschritten werden. So wird das „Erwin-Piscator-Haus“ also um rund 25 Prozent teurer als ursprünglich vorgesehen.

von Manfred Hitzeroth

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