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Neue Gebäude für Feuerwehr-Ausbildung

Architektur-Wettbewerb Neue Gebäude für Feuerwehr-Ausbildung

Ein Projekt, zwei Bauherren, 16 Ideen: Der Neubau von Trainingszentrum, Feuerwehrhaus und Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum in Cappel könnte in wenigen Monaten in die Planung gehen.

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Architekt Dirk Pussert präsentiert seinen Entwurf zum Neubau von Trainingszentrum und Feuerwehrhaus.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Marburg. In Cappel sollen ein neues Feuerwehrhaus, ein neues Trainingszentrum sowie ein neues Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum der Hessischen Landesfeuerwehrschule mit Geschäftsstelle der Hessischen Jugendfeuerwehr entstehen. Die jetzigen Gebäude entsprechen nach Angaben der Stadt weder energetischen Standards noch den Anforderungen an einen modernen Feuerwehrbetrieb und eine Ausbildung. Stadt und Land hatten für den Neubau europaweit einen Architektur-Wettbewerb ausgelobt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

16 Architekturbüros hatten dem neunköpfigen Preisgericht ihre Entwürfe präsentiert. Der erste Preis (32000 Euro) geht an das Architekturbüro Pussert/Kosch aus Dresden. Auszeichnungen und Preisgelder über jeweils 16000 Euro erhielten die beiden drittplatzierten Büros „Dasch/Zürn“ aus Stuttgart und „Karl und Probst“ aus München. Einen zweiten Platz gab es nicht. Zwei Anerkennungen in Höhe von jeweils 8000 Euro gingen an die Büros Schätzler Architekten (München) und Kersten + Kopp Architekten (Berlin). Die prämierten Entwürfe sind nun in einer Ausstellung im Sitzungssaal des Bauamts, Barfüßerstraße 11, zu sehen, die Oberbürgermeister Egon Vaupel am Donnerstagabend eröffnete. Er sprach von einem „schönen Signal“ für die Feuerwehr, den Standort Cappel und Marburg. Für die Landesfeuerwehrschule ergebe sich eine tolle Perspektive.

Leiterin der Marburger Feuerwehr "sehr zufrieden"

Im Anschluss an die Eröffnung erläuterten die Architekten Dirk Pussert, Markus Probst und Joachim Zürn sowie Oliver Kutsch, Leiter des Fachdienstes Hochbau, die Entwürfe. Das Modell des Wettbewerbssiegers sieht zwei deutlich voneinander getrennte Bauten vor, die ein Ensemble mit Innenhof bilden. Das Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum stellt den einen Baustein dar, Feuerwehrhaus und Trainingszentrum den anderen. „Zentral dazwischen“ soll die Hofzufahrt angelegt werden. Lärmschutz der Anwohner und energetische Aspekte spielen in dem Konzept eine wichtige Rolle.

Die Flächenversiegelung soll „auf ein Minimum“ beschränkt, das Feuerwehrgelände durch Pflanzungen nach Osten zur Umgehungsstraße und nach Süden zu einem Feld hin abgegrenzt werden. Außerdem: „Sämtliche Dachflächen werden begrünt und teilweise mit Solarpanels besetzt.“ Große Begeisterung herrschte bei den Vertretern der Feuerwehr. Landesjugendfeuerwehrwart Markus Potthof fand, dass der Entwurf des erstplatzierten Architekten Pussert ein „schönes, repräsentatives Gebäude“ zeige, „das die Wertschätzung für die Jugendfeuerwehr zum Ausdruck bringt“. Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk, die sich im OP-Gespräch über den Erhalt des Ausbildungsstandorts Cappel freute, betonte: „Wenn die Umsetzung so funktioniert, ist das gut und die Jugendfeuerwehr kann stolz sein.“ Carmen Werner, Leiterin der Marburger Feuerwehr, sagte: „Man sieht auf den ersten Blick, dass das Büro schon Feuerwehrwachen gebaut hat. Ich bin sehr zufrieden mit dem Entwurf.“ Im Idealfall könne Anfang 2016 mit den Planungen begonnen werden, sagte Johannes Wink vom Fachdienst Hochbau der OP. Unter die Bauherrschaft der Stadt fallen der Ersatzneubau für die Freiwillige Feuerwehr Cappel und das neue Trainingszentrum. Dieses soll von der Freiwilligen Feuerwehr Marburg sowie von hauptamtlichen Kräften genutzt werden. Das Land ist zuständig für das Jugendfeuerwehr-Ausbildungszentrum mit der Geschäftsstelle der hessischen Jugendfeuerwehr.

Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober zu sehen: montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, freitags bis 12 Uhr.

von Björn-Uwe Klein

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Von Redakteur Anna Ntemiris

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