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Neue Flüchtlings-Unterkunft in Schröck

Asyl Neue Flüchtlings-Unterkunft in Schröck

Im Stadtteil Schröck sollen künftig Flüchtlinge aus Krisenregionen untergebracht werden. Ein Haus nahe des Elisabethbrunnens soll für Asylsuchende bereitgestellt werden.

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Essen in der hessischen Erstaufnahmestelle: Von Gießen aus werden im Laufe dieses Jahres Schätzungen zufolge 170 neue Asylbewerber in die Universitätsstadt kommen.

Quelle: Boris Roessler

Schröck. Im Ortsbeirat ist am Donnerstag darüber diskutiert worden. Anwohner haben zuvor einen Antrag an das Gremium geschrieben. Einer der Kernpunkte des Schreibens ist die maximale Ausnutzung des Gebäudes. In den 1990er-Jahren habe man im Stadtteil schlechte Erfahrungen gemacht, weil in den 30 Wohnungen bisweilen 80 Personen untergebracht worden seien.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sagte: „Wir werden uns auf etwa 30 Personen in 15 Wohneinheiten beschränken, mit minimaler Variabilität um im Falle von Familien keine Probleme zu bekommen.“

Die Stadt plane, die andere Hälfte der Wohnung gemeinsam mit dem Studentenwerk zu füllen, sonst gebe es einen Leerstand. Auch bei dem zweiten großen Anwohner-Anliegen gelang ein Kompromiss: Die Schröcker hatten eine Beschränkung der Nutzungsdauer auf drei Jahre vorgeschlagen - im Gremium einigte man sich auf fünf Jahre.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir mit diesem Antrag gut arbeiten konnten,“ bemerkte Gudrun Fleck-Delnavaz, Marburgs Flüchtlings-koordinatorin. Die Menschen, die hier ankommen und irgendwelchen Schleusern teilweise 8000 Euro zahlen mussten, die haben meist gar nichts mehr und sind heilfroh, wenn sie hier aufgenommen werden können“. Indes rechnet der Magistrat mit einem weiteren Anstieg der Flüchtlingszahlen in Marburg. „Wir müssen in dieser Sache offen und klar mit den Bürgern sprechen: Es werden in diesem Jahr etwa 170 Personen sein und diese Zahl wird sich die nächsten vier Jahre jeweils auf bis 300 in 2018 erhöhen.“

von Marcus Hergenhan

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