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Neue Flotte hat mehr Federungskomfort

Rettungsdienst Neue Flotte hat mehr Federungskomfort

Beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen erfolgt in diesem Jahr der komplette Fuhrparkwechsel für die Notfallrettung; bei den Johannitern werden zwei neue Notarzteinsatzfahrzeuge in Dienst gestellt.

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Landrat Robert Fischbach, Oliver Meermann (Regionalvorstand der Johanniter, Regionalverband Mittelhessen), Anita Schneider (Landrätin von Gießen) und Markus Müller (Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Mittelhessen).

Quelle: Privatfoto

Gießen. Der DRK-Rettungsdienst Mittelhessen und die Johanniter stellten ihre neuen Einsatzfahrzeuge in der Gießener Kreisverwaltung vor. Bis Ende November wird der DRK-Rettungsdienst Mittelhessen 41 neue Rettungswagen in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen zum Einsatz bringen. Bereits im Dienst sind sieben Notarzteinsatzfahrzeuge, die an den Notarztstandorten in Gießen, Marburg, Kirchhain und Dautphetal-Wolfgruben eingesetzt werden.

Mit der neuen Flotte setzt das Unternehmen veränderte Konzepte um, die in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern und den Rettungsdienst-Trägern erarbeitet wurden. Bei den Rettungswagen - insbesondere beim Federungskomfort - wurde auch die Patientensicht einbezogen. Die neuen Notarzteinsatzfahrzeuge der Johanniter ersetzen ihre Vorgängerfahrzeuge nach einer Nutzungszeit von sechs Jahren, in denen sie zusammen knapp 600000 Kilometer zurückgelegt haben.

Wie auch bei den Vorgängerfahrzeugen handelt es sich um Kleintransporter der Modellreihe „Vito“ von Mercedes-Benz. Die Größe der Fahrzeuge war notwendig geworden, um den gestiegenen Ansprüchen an medizinischer Notfallausstattung, Zuladungsvermögen und Insassensicherheit - auch vor dem Hintergrund europäischer Vorschriften - Rechnung zu tragen. In den Fahrzeugen finden neben dem Fahrer und Beifahrer noch zwei weitere Personen einen Sitzplatz.

Diese zusätzlichen Plätze stehen insbesondere Ärzten oder dem eigenen Rettungsfachpersonal für Ausbildungszwecke zur Verfügung. Durch die bauliche Anordnung der hinteren Sitzreihe kann das Fahrzeug außerdem als Betreuungsplatz für leichtverletzte Patienten oder zu Kommunikations- und Dokumentationszwecken genutzt werden. Die Fahrzeuge kommen an den Notarztstandorten Grünberg und Lich zum Einsatz. Ein weiteres, baugleiches Fahrzeug jüngeren Datums steht als Ersatzfahrzeug zusätzlich zur Verfügung.

Das Fahrzeug verfügt über eine umfangreiche notfallmedizinische Ausstattung zu der unter anderem eine EKG- und Defibrillationseinheit sowie ein intensivmedizinisch verwendbares Beatmungsgerät gehören. Neu ist außerdem die Ausrüstung der Fahrzeuge mit dem Digitalfunk „Tetra“.

Die Kosten eines Fahrzeuges belaufen sich auf etwa 60000 Euro, wobei die medizinische Ausstattung nicht in diesen Kosten enthalten ist. Der geplante Nutzungszeitraum beträgt fünf bis sechs Jahre.

Dem Fuhrparkwechsel beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen war eine umfangreiche Testphase vorausgegangen, in der verschiedene Grundfahrzeugtypen und Innenausbaudetails im Einsatzdienst getestet wurden. Dabei setzte das Unternehmen auf die Rückmeldungen der Mitarbeiter.

Die Anforderungen und die Erfahrungen aus der Praxis haben die Fuhrparkentscheidung maßgeblich mitbestimmt. Ziel war, den Arbeitsplatz Fahrzeug möglichst optimal zu gestalten - sowohl für die Patienten als auch für die Einsatzdienstmitarbeiter.

Bei der Rettungswagen-Flotte entschied sich das Unternehmen für den Renault Master L2H2 mit Integral-Kofferaufbau. Der Innenausbau knüpft an das bisherige, nun in der fünften Baureihe bewährte Konzept des Unternehmens an und bringt Verbesserungen in den Funktionalitäten, wie das DRK erklärt. Beispielhaft führen auch die Rot-Kreuzler den Federungskomfort an.

Als Notfall-Einsatzfahrzeug setzt das DRK den Mercedes Vito 116 CDI mit Allradantrieb ein. Das bisherige Innenausbaukonzept wurde im Sinne von Ergonomie und Sicherheit weiter entwickelt. Die Entnahme des ersten Einsatzmaterials erfolgt von der rechten Seite durch die Schiebetür und damit von der Fahrbahn abgewandt. Die Heckklappe muss nur für ergänzendes Material geöffnet werden.

Für den neuen DRK-Fuhrpark wurde auch die Beschriftung geändert. Als zusätzliche Warnfarbe kommt Gelb hinzu, um die Warnwirkung zu optimieren.

Der DRK-Rettungsdienst Mittelhessen investiert in seine neue Flotte rund vier Millionen Euro.

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