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Neue Drehleiter hat schon 26 Einsätze hinter sich

Freiwillige Feuerwehr Neue Drehleiter hat schon 26 Einsätze hinter sich

Rund 200 Feuerwehrleute und Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert.

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Zugführer Stephan Kilian (links) zeigte OB Egon Vaupel und anderen Gästen das neue Fahrzeug.

Quelle: Anna Ntemris

Marburg. Für Stephan Kilian, Zugführer des Ketzerbach-Zugs der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte, war die Übergabe der neuen Drehleiter am Samstag in mehrerer Hinsicht ein historisches Ereignis: Nach 27 Jahren bekam der Zug eine neue Leiter, die für die Rettung in den engen Gassen der Oberstadt eigens angefertigt wurde. Das neue Fahrzeug ist im Vergleich zu seinem Vorgänger ein High-Tech-Gerät.

Die Übergabe der Drehleiter fand passend zum Auftakt der 150-Jahr-Feier des Vereins statt. Und dazu fand sich eine Parallele in der Historie: Vor 50 Jahren, als die FFW Marburg-Mitte ihr 100-jähriges Bestehen feierte, freute sich bereits Stephan Kilians Großvater über die Übergabe eines neuen Fahrzeugs, steht in den Festschriften.

Und so bot der Neujahrsempfang der FFW Marburg-Mitte im ältesten Feuerwehrhaus der Region in der Ketzerbach am Samstag viele Gelegenheiten zum Rück- und Ausblick.

Wehrführer Dirk Bamberger umriss die Historie der ältesten Freiwilligen Wehr im Kreis: „Die Geschichte der Marburger Feuerwehr war nicht nur im Hinblick auf die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche und die beiden Weltkriege bis in die Gegenwart sehr wechselvoll.

Die Aufbaujahre nach den Weltkriegen waren stets von einem besonderen Pioniergeist geprägt, der sich bis heute in einer besonderen Innovationsbereitschaft widerspiegelt. Nicht selten galt die Marburger Wehr als Vorreiter in vielen technischen und strukturellen Neuerungen“. Während andere sagen: „Eigenlob stinkt“, sage die Feuerwehr: „Tue Gutes und rede darüber“ im Sinne von „sei ein Vorbild und begeistere andere für dein Tun“, so Bamberger.

Brandschutzdezernent und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) berichtete, dass die Marburger Feuerwehr in den ersten acht Tagen des neuen Jahrs bereits 28 Einsätze zu verzeichnen hatte. Die neue Drehleiter war seit ihrem Eintreffen in Marburg vor Weihnachten bereits 26 mal im Einsatz, berichtete Kilian.

Während des Empfangs mussten einige Feuerwehrleute wegen des Hochwassers im Kreis ausrücken. Sie kamen abends erschöpft wieder und hatten sich ihre Häppchen redlich verdient.

Die Drehleiter wurde allerdings am Samstag für den Ernstfall nicht benötigt, konnte also in der Ketzerbach bleiben. Dort führten die eigens für diesen modernen Wagen geschulten Feuerwehrleute den Gästen die Drehleiter vor.

Landrat Robert Fischbach (CDU) sagte, der Brandschutz sei längst nicht mehr die einzige Aufgabe der Feuerwehr. Ob bei vollgelaufenen Kellern, Gefahr durch herunterfallende Eiszapfen oder Schnee: Die Feuerwehr stehe freiwillig rund um die Uhr bereit.

Unter den Gästen waren zahlreiche weitere Politiker sowie Vertreter befreundeter Feuerwehren, der Stadtteilgemeinden und Kirchen. Am weitesten war David Märtig, Wehrführer der Partnerfeuerwehr Hamburg-Pöseldorf angereist. Die neue Feuerwehrleiterin Carmen Schwarz, die ab April ihre Stelle in Marburg antreten wird, ließ sich entschuldigen.

Die Feuerwehr Marburg-Mitte wird noch mehrere Jubiläumsveranstaltungen durchführen. Am 25. Februar ist eine öffentliche Weihe der neuen Drehleiter und Kundgebung auf dem Marktplatz geplant. Eine Festschrift soll Ende des Jahre herausgebracht werden.

von Anna Ntemiris

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