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Neubauten bremsen Mietanstieg in Marburg

Mietpreise Neubauten bremsen Mietanstieg in Marburg

Die Mieten in Marburg sind seit 2010 um fünf Prozent gestiegen. Der Quadratmeterpreis beträgt durchschnittlich 10,50 Euro. Das hat eine Untersuchung der Studentenstädte ergeben.

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Die Mieten sind in Marburg seit 2010 nach Angaben des Internet-Immobilienportals immowelt.de um fünf Prozent – und damit deutlich geringer als anderswo – gestiegen.

Quelle: Archiv

Marburg. Zum Vergleich: In Gießen wurden die Wohnungen im Schnitt um 18 Prozent teurer, der Quadratmeter kostet dort nun 9,90 Euro, in Kassel beträgt die Steigerung 42 Prozent. Eine geringere Mietpreissteigerung als in Marburg gibt es laut dem Immobilienportal Immowelt.de nur in Darmstadt, Bielefeld und Bochum – in Bonn sanken die Preise um zwei Prozent. Die Datengrundlage der nun vorgestellten Analyse bilden Kaltmietpreise bei neu zu vermietenden Single-Wohnungen (bis zu 40 Quadratmeter Wohnfläche) in Städten mit mehr als 20 000 Studenten.

Aufgrund dieser nach Einschätzung von immowelt.de moderaten Entwicklung droht Marburg die Kriterien für den zweiten Teil der Mietpreisbremse zu verfehlen. Diese
sieht vor, dass Bundesländer Städte oder Gebiete ausweisen können, in denen für zunächst fünf Jahre die Mietpreise bei Neu-vermietungen nur noch höchstens zehn Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen.

Eines der Auswahlkriterien: Die Mieten müssen deutlich stärker steigen als im bundesweiten Schnitt. Für Tübingen, Erlangen oder auch Kassel gilt das laut immowelt.de wesentlich mehr als für Marburg.

Ein Grund für den rasanten Anstieg der Mietpreise in vielen Städten: Der Neubau, vor allem von kleinen Wohnungen, wurde dort in den vergangenen Jahren sehr vernachlässigt. Mittlerweile ist in einigen Unistädten – wie Marburg – eine
erhöhte Zahl an Neubauprojekten zu beobachten.

Seit 2014 – das ist der erste, schon geltende Teil der Mietpreisbremse – dürfen Vermieter in Hessen in bestimmten Gebieten, auch in Marburg, die Miete innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 Prozent erhöhen.
Der zweite Teil der Mietpreisbremse soll am Monatsende vom Bundesrat beraten und gegebenenfalls beschlossen werden.

von Björn Wisker

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