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Neubau des Elisabethenhofs eingeweiht

Alten- und Pflegeheim mit 78 Plätzen Neubau des Elisabethenhofs eingeweiht

59 Bewohner sind Ende Januar in den neuen Elisabethenhof gezogen, wo sie sich inzwischen eingewöhnt haben. Auf dem Rotenberg soll ein Campus entstehen.

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Der Neubau des Pflege- und Altenheims Elisabethhof wurde am Montag eingeweiht.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Komm bau ein Haus, das uns beschützt“, heißt ein Kirchenlied, das die Gäste der offiziellen Einweihungsfeier gestern während einer Andacht sangen. Der Elisabethenhof ist seit mehr als 100 Jahren ein solches Haus. In den Anfangszeiten war er Heimat für junge Menschen, die Hilfe benötigten, „heute sind es alte Menschen“, sagte Heimleiterin Margaretha Eidam .

„Viele haben sich gewünscht, dass es auf dem Rotenberg weiter geht“, so Eidam. Dieser Wunsch sei mit dem Neubau in Erfüllung gegangen. Auch in Zukunft würde der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen. Zu verdanken sei dies dem Investor Georg Wink, der von Beginn an von dem Projekt überzeugt gewesen sei.

Einweihung Neubau Elisabethhof. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Am Montag wurde das neue Haus der Diakonie offiziell eingeweiht. In dem modernen und lichtdurchfluteten Gebäude können in insgesamt sechs Wohngruppen jeweils 13 alte Menschen zusammenleben. Im Gegensatz zum alten Gebäude steht nun jedem Bewohner ein Einzelzimmer zur Verfügung.

Im zweiten Bauabschnitt sollen drei Punkthäuser mit 37 barrierefreien Wohnungen und rollstuhlfreundlichen Tiefgaragenstellplätzen entstehen, berichtete Projektentwickler Andreas Bader. Die Wohnungen würden an Senioren, Menschen mit Behinderung, Familien, Paare und Singles vermietet. Baubeginn ist Mitte März.

Im dritten Bauabschnitt werde der alte Elisabethenhof saniert. Dort sollen in den Obergeschossen 32 Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen. Im Terrassengeschoss wird künftig der ambulante evangelische Pflegedienst seinen Stützpunkt haben. Zudem sind 15 Plätze für die Tagespflege geplant.Den Campus auf dem Rotenberg  soll im vierten Bauabschnitt eine Kindertagesstätte komplettieren. Das sogenannte „Baderhaus“, eine denkmalgeschütze Villa, wird saniert und zu einer Kindertagesstätte umgebaut, so der Projektleiter.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bezeichnete den Elisabethenhof als eine „Heimstätte für die Schwächsten unter uns“, deren Zukunft nun erstmal gesichert sei. „Die Voraussetzungen für die nächsten 100 Jahre sind geschaffen“, so Vaupel. „Es handelt sich um eine diakonische Einrichtung und nicht um irgendein Investitionsprojekt“, sagte Dekan Burkhardt zur Nieden. Dementsprechend würden regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Diese würden nicht nur von Bewohnern und Mitarbeitern des Alten- und Pflegeheims besucht, sondern auch von Anwohnern aus der Nachbarschaft. „Das ist ein Zeichen der Verbundenheit“, so der Dekan. Dank des Investors Georg Winkler konnte sogar die historische Orgel mit umziehen. Winkler übernahm die Kosten für die Orgel-Sanierung. Margarethe Eidam liegt die Orgel sehr am Herzen, weil in der Musik viele Bewohner Trost finden würden.

von Heike Horst

Bewohner fühlen sich nach vier Wochen heimisch

„Seit dem Umzug sind mittlerweile vier Wochen vergangen und wir fühlen uns langsam heimisch“, berichtete die Vorsitzende des Heimbeirats, Maria Launspach. „Die neuen Zimmer fanden zumeist Anklang. “

Ein großes Lob sprach Maria Launspach der Heimleitung sowie den Mitarbeitern der Einrichtung aus. „Egal ob wir pflegeleicht oder schwierig sind“, immer würden sie sich aufopferungsvoll kümmern.

Auf dem Areal am oberen Rotenberg werden künftig alle Generationen vertreten sein. Im nächsten Bauabschnitt entstehen drei Häuser mit Wohnungen, die an Senioren, Menschen mit Behinderung sowie Familien und Singles vermietet werden.

Im letzten Bauabschnitt wird das „Baderhaus“ zu einer Kindertagesstätte umgebaut. „Die Jüngsten und die Ältesten verstehen sich ja bekanntlich am besten“, sagte Andreas Bader, Projektentwickler der BG Immobiliengruppe aus München.

von Heike Horst

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