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Neubau am Brauerei-Areal?

Bildarchiv Neubau am Brauerei-Areal?

Die Planungen für den Campus Firmanei schreiten voran: Die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause berichtete darüber bei der jährlichen Informationsveranstaltung von Universität und Stadt.

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Das künftige Sprachatlas-Gebäude (hinten rechts vor dem Uni-Hörsaalgebäude) nimmt Formen an.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das Motto für die weiteren Planungen der Universität, was den neuen geisteswissenschaftlichen Campus am Botanischen Garten anbetrifft, lautet: „Eins nach dem anderen.“ Das erläuterte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause im Hörsaal 70 des Uni-Hörsaalgebäudes vor rund 50 interessierten Zuhörern.

Dabei erläuterte Krause, dass die Vertreter der noch in den geisteswissenschaftlichen Türmen an der Stadtautobahn residierenden Institute gerne so schnell wie möglich wissen wollten, wann und wohin sie umziehen könnten. Doch dieses hänge auch davon ab, wann welches Neubau- oder Sanierungsprojekt beendet sei.

Der Neubau für den Deutschen Sprachatlas beispielsweise ist in den vergangenen Wochen schnell vorangeschritten, und die Dimensionen des Gebäudes direkt gegenüber dem Parkhaus am Pilgrimstein werden jetzt schon deutlich erkennbar. „Der Rohbau wird Ende des Monats beendet sein“, erläuterte Maja Turba, Abteilungsleiterin aus dem Uni-Baudezernat.

Dann solle der Bau mit einer Notbedachung versehen werden, um ihn vor dem Winter zu schützen. Im kommenden Jahr solle dann der Innenausbau für den Sprachatlas erfolgen, bevor dann Ende 2015 die Inbetriebnahme geplant sei. Für die Marburger Sprachwissenschaftler ist dies eine gute Botschaft, auch weil dann der derzeitige Zustand beendet werden soll, der durch die Verteilung der einzelnen Fachrichtungen auf viele unterschiedliche Standorte gekennzeichnet ist.

Germanisten sollen in alte HNO-Klinik einziehen

So sollen unter anderem die zwischenzeitlich in der ehemaligen HNO-Klinik untergebrachten Linguisten in den Sprachatlas umziehen und dort mit den Kollegen vereint werden, die zur Zeit noch an anderen Standorten wie in der ehemaligen Kinderklinik und in den Türmen an der Stadtautobahn untergebracht sind.

Durch das teilweise Freiwerden der HNO-Klinik soll dann ab Anfang 2016 laut der Uni-Präsidentin ein weiteres Großprojekt realisiert werden: der Umzug der Germanisten und Medienwissenschaftler aus den Türmen in den Campus Firmanei. „Wir sind in Gesprächen mit dem Fachbereich, ob das passt“, erläuterte Krause.

Bei den Germanisten stößt die Idee auf offene Ohren: Dann wäre nämlich die Germanistik wieder in fußläufiger Nähe zu den Sprachwissenschaftlern und zukünftig zudem in der Nähe der neuen Uni-Bibliothek, die im Mai 2017 einzugsbereit sein soll. Professor Joachim Herrgen, Dekan des Fachbereichs Germanistik und Kunstwissenschaften hofft, dass der Umzug noch vor dem Beginn des Sommersemesters 2016 erfolgen kann, wenn alles gut läuft.

Von der Raumausstattung her gesehen müsste der Umzug gut möglich sein, erläutert Herrgen. Noch sei jedoch nicht ganz klar, ob dort auch genügend Hörsäle für die Lehre zur Verfügung stehen würden.Noch ist auch ein weiteres Vorhaben in Sachen Campus Firmanei Zukunftsmusik: Die Rede ist vom für das Brauerei-Gelände avisierten Neubau für das Bildarchiv Foto Marburg, das zurzeit noch im Ernst-von-Hülsen-Haus zu finden ist. Für das neue Bauvorhaben auf dem Brauerei-Areal hat die Marburger Universität einen Förderantrag gestellt.

2500 Quadratmeter Hauptnutzungsfläche

„Ohne die Fördermittel des Bundes wird es nicht möglich sein, das zu realisieren“, machte die Präsidentin deutlich. Der Neubau für das international bedeutsame Bildarchiv wäre neben dem gerade im Bau befindlichen Sprachatlas ein zweiter, kleinerer Baukörper auf dem ehemaligen Gelände der Marburger Brauerei.

„Im September hat die Uni Marburg im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens beim Wissenschaftsrat eine Antragsskizze für den zweiten Forschungsneubau auf dem ehemaligen Brauereigelände eingereicht“, präzisierte die Uni-Pressestelle gestern auf OP-Anfrage. Der Neubau soll für das „Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte Bildarchiv Foto Marburg“ errichtet werden.

Die geplante Hauptnutzfläche für den Forschungsbau beträgt rund 2500 Quadratmeter. Wie teuer der Bau werden soll, darüber gab die Uni-Pressestelle keine Auskunft. Eine erste Entscheidung über den Antrag könnte im April durch den Wissenschaftsrat getroffen werden, danach wäre noch die Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern am Zug.

von Manfred Hitzeroth

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