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Volkshochschule Netzwerken für bessere Integration

Bei der Kreis-Volkshochschule stehen neue Projekte an: ein Fotoprojekt von minderjährigen Flüchtlingen und Kirchhainer Oberschülern sowie die Erweiterung des Bildungsangebots für jüngere Senioren.

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Vorstandsvertreter der Kreis-Volkshochschule mit deren Leiterin Gabriele Clement (Vierte von rechts) berieten über das Leitbild und das Leistungsspektrum der Bildungsinstitution.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Klein, fein und aktiv“, so beschreibt der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende Bernd Schmidt die Bildungsarbeit des Fördervereins der Volkshochschule Marburg-Biedenkopf. Ein Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr sowie die Initiierung neuer Bildungsprojekte verteilt über den Landkreis stimmen den Vorstand zufrieden. Aber der Ansturm auf deutsche Sprachkurse für Flüchtlinge und die stetige Entwicklung neuer Weiterbildungsmöglichkeiten seien mit einem enormen Arbeitsaufwand innerhalb der Volkshochschule des Landkreises verbunden. Vorangehend soll deshalb mit dem Thema „Heimat“ ein frischer „Impuls“ gesetzt werden, sagte Schmidt.

Dieses Thema habe schon Tradition, sagte Vhs-Leiterin Gabriele Clement. Ziel sei es deshalb, die Städte und Gemeinden in Marburg-Biedenkopf mit neuem Blick zu betrachten. So auch in dem geplanten Fotoprojekt zwischen jungen Flüchtlingen und Oberschülern aus Kirchhain, welche mit Fotograf Rolf K. Wegst die unbekannten Ecken der Stadt gemeinsam erkunden wollen. Darüber hinaus stehen im aktuellen Programm Angebote aus Kultur, Politik, Gesundheit sowie Sprach- und Berufsbildung bereit.

Vor allem die Seniorenbildung nimmt aufgrund der räumlichen Ausdehnung der Vhs über den Landkreis verteilt einen wichtigen Stellenwert ein. „Gerade in der Seniorenbildung tut sich sehr viel“, erklärte Ulrike Dukat. Vorträge zu Gesundheitsthemen oder zur Nachhaltigkeit würden stärker nachgefragt. „Themen, die aus dem Kontext heraus sprechen“, neue Erfahrungen brächten, die Bürger interessieren, sollen weiterhin einen Schwerpunkt in der Bildungsarbeit darstellen, sagte Clement.

Den „Turbogang“ habe die Vhs im vergangenen Sommer mit der Ankunft der vielen Zuflucht suchenden Menschen einlegen müssen, berichtete der Vorstand. Zur Integration sei ein Sprachkurs schließlich nur ein erster Schritt. Das Leistungsspektrum der Vhs umfasst neben diesen Kursen auch Einbürgerungstests, einen informativen Dialog, die Qualifizierung der Ehrenamtlichen und die Verbindung mit kulturellen Angeboten. Ziel für das anstehende Geschäftsjahr ist deshalb die Sensibilisierung auf beiden Seiten zwischen Anbietern und Teilnehmern: der Ausbau von Netzwerkarbeit, die politische Bildung für Migranten und die Auseinandersetzung mit Diversität und Interkulturalität innerhalb der Vhs. Initiativen dazu stellte Schmidt als amtierender Bürgermeister in Dautphetal später vor: Hilfsgruppen, Patenschaften, Begegnungscafés und die Unterstützung der Ehrenamtlichen. „Wir müssen Netze im Landkreis knüpfen, indem wir uns alle zusammentun“, sagte Clement.

von Arnd Hartmann

Vorstand:

Vorsitzender: Bernd Schmidt,

2. Vorsitzende: Helga Paschkowski,

Schriftführerin: Petra Hinzmann,

Schatzmeister: Volker Michel,

Beisitzer: Franz Bentler, Eva Köhler-Berner,

Kassenprüfer: Sylvia Grau, Gerd Nienhaus.

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