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Nebenklage bemängelt Gutachten

Marburg Nebenklage bemängelt Gutachten

Marburg. Im Prozess gegen einen 56-jährigen Diplom-Informatiker, der im April vergangenen Jahres seine 39-jährige Frau in der Wohnung in der Biegenstraße erstochen haben soll, erläuterte der Gutachter am Dienstag seine Ergebnisse. Danach habe der Angeklagte im Affekt gehandelt.

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Die Verteidiger der Nebenklage Elke Edelmann und Markus Meißner halten das vorgelegte Gutachten für fehlerhaft.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Insgesamt neun Untersuchungstermine hätten stattgefunden, berichtete der Gutachter. Oft hätten die zwei- bis dreistündigen Termine unterbrochen werden müssen, weil der Angeklagte weinen musste und zwischenzeitlich eine Pause benötigte. Infolge der Tat leide der Angeklagte unter einer mittelschweren Depression.

In den Gesprächen mit dem Gutachter habe er Interesse an Sachlichkeit gezeigt und sei sehr freundlich gewesen. Von sich habe er behauptet, nicht aggressiv zu sein und nie jemanden geschlagen oder verletzt zu haben. Als sich bestätigt habe, dass die Beziehung zu seiner Frau endgültig beendet war, sei für ihn eine Welt zusammengebrochen.

Nach Ansicht der Nebenklage enthalte das Gutachten Mängel. Nun fordern die Vertreter der Nebenklage ein weiteres psychiatrisches Sachverständigengutachten.

von Heike Horst

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