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Naschen ist erwünscht

Nasch-Sträucher Naschen ist erwünscht

Am Zugang zum Fahrradweg an der Lahn gegenüber Ecke Uferstraße und Deutschhausstraße sind vor einigen Monaten verschiedene Beerensträucher gepflanzt worden.

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Bürgermeister Dr. Franz Kahle (von links), Marion Kühne und Celia Meggers vom Fachdienst Stadtgrün, Klima- und Naturschutz Marburg stellen die neu gepflanzten Naschsträucher an der Uferstraße vor. Dort können beispielsweise Johannisbeeren geerntet werden.Foto: Melanie Schneider

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. Das Thema „Essbare Stadt“ und „Urbanes Gärtnern“ findet immer mehr Anhänger. Seit längerem beschäftigt sich die Universitätsstadt Marburg mit diesem Thema und probiert verschiedene Möglichkeiten aus. So zum Beispiel eine Kräuterbepflanzung im Bachweg. Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Rosmarin und viele andere Küchenkräuter wachsen dort in den Beeten. Dort dürfen und sollen die Bürger gerne für ihren eigenen Bedarf die frischen Kräuter ernten.

In einigen Stadtteilen bietet die Stadt Mitmachgartenprojekte an. In der Marbach entsteht auf etwa 60 Quadratmetern ein Mitmachgarten, der von Stadt sowie dem Ortsbeirat gefördert wird (die OP berichtete). Und auch die ganz Kleinen sind dabei. Eine zweite Klasse der Grundschule Marbach hilft kräftig beim Bepflanzen.

Diese Projekte dienen auch dazu, Wissen weiterzugeben und Menschen zusammenzubringen. Und die Anpflanzung von Nasch-Sträuchern soll die Diskussion über Nachhaltigkeit, Biodiversität und urbanes Gärtnern in der Innenstadt anregen. Auch sollen dadurch die städtischen Grünflächen achtsamer erlebt und behandelt werden.

„Großen Anklang findet seit Jahren die bunt gemischte Sommerbepflanzung auf dem Friedrichsplatz im Südviertel“, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Gemeinsam mit dem Fachdienst Stadtgrün, Klima- und Naturschutz und der Eingliederungshilfe Marburg wurden im Frühjahr an der Uferstraße die verschiedenen Beerensträucher gepflanzt. Dort wachsen beispielsweise weiße und schwarze Johannisbeeren sowie Stachelbeeren und Jostabeeren.

Die neuen Sträucher befinden sich in guter Gesellschaft zu den wildwachsenden Holunder-Sträuchern, die entlang der Uferstraße wachsen.

„Im Herbst plant der Fachdienst Stadtgrün, Klima- und Naturschutz im Ludwig-Schüler-Park die vorhandene Bepflanzung durch einige Nasch-Sträucher zu ergänzen“, sagt Kahle. Ziel sei es eine „essbare Straße“ entstehen zu lassen. Wie schon an anderer Stelle wird auch dort „ein Verein die Patenschaft für die Pflanzung und Pflege der Obststräucher übernehmen“ erklärt Kahle.

Selbstverständlich seien auch die Bürger eingeladen, sich an der Pflege der kleinen Oasen in der Stadt zu beteiligen. Auch seien Vorschläge zum Thema „Essbare Stadt“ durchaus erwünscht, meinte der Bürgermeister.

von Melanie Schneider

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