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Narren übernehmen Macht im Marburger Rathaus

Karneval 2014 Narren übernehmen Macht im Marburger Rathaus

Die Rathauserstürmung war erfolgreich: Die Narren des Festausschusses Marburger Karneval haben von Oberbürgermeister Egon Vaupel den Rathausschlüssel überreicht bekommen.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel übergab den Rathausschlüssel an die Narren.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Am Samstag um 11.11 Uhr rückte der Narrenzug auf dem Marburger Marktplatz an. Angeführt wurde der bunte Haufen von Zugmarschall Toni Ahlendorf und einer „Schloss-Bahn“, womit die Karnevalisten die im ersten Stock des Rathauses versammelten Politiker zum ersten Mal veralberten.

Die Narrenschar hatte sich mit dem Fanfarenzug Hansa musikalische Verstärkung aus Gießen mitgebracht, die mit Karnevalshits die elf von Prinz Norbert I. vorgetragenen närrischen Forderungen an den Magistrat unterstützen. Außerdem beschossen die Ortenföller mit ihrer „Konfetti-Kanone“ das Obergeschoss des Rathauses. Nicht nur OB Egon Vaupel (SPD), sondern auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (SPD) bekamen dabei eine Ladung Konfettiregen ab.

Rathausstürmung - Marburg,01.März 2014 - OB Egon Vaupel, Tina 1, Norbert 1

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Doch die Vertreter des hauptamtlichen Magistrats wehrten sich zunächst tapfer. Nur mit einer Forderung der Narren erklärte sich Vaupel spontan einverstanden: Dabei handelte es sich um die Überdachung der Stadtautobahn, was die Narren forderten, um witterungsunabhängige Umzüge veranstalten zu können.

Andere Forderungen der Narren lauteten beispielsweise: Die Sperrzeit-Verordnung sollte bis Aschermittwoch außer Kraft gesetzt werden, und ein Studiengang „Karnevalistik“ sollte an der Uni Marburg eingeführt werden.

Ziel der Begierde des Festausschusses war der große symbolische Rathausschlüssel, den der Rathauschef für alle sichtbar am Fenster im ersten Stock zeigte. Nachdem die elf Forderungen vorgetragen waren, wurde es ernst, und Karnevals-Vizepräsident Markus Braun schickte eine Abordnung Gardemädchen, um den OB zur Kapitulation zu zwingen. Damit hatten die Narren schnell Erfolg, und Vaupel schwenkte die weiße Fahne. Unter großem Helau verließ das „närrische Dreigestirn der Marburger Politik“, bestehend aus Egon I., Franz I. und Kerstin I., das Rathaus, um sich der Übermacht zu ergeben.

Und so kam es, wie es das Ritual der Rathaus­erstürmung vorsieht: Bis Mitternacht hat der F­estausschuss Marburger ­Karneval nun die Macht in der Stadt.

Zumindest den unteren Saal im Rathaus nahmen die Narren dann gleich schon einmal in Beschlag.

Dort wurden Karnevalsschlager gespielt und es gab eine kleine Feier. Vor der Tür aber wurden schon schnell wieder die Konfettireste weggefegt.

von Manfred Hitzeroth

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