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Name für neue Schule wird noch gesucht

Neue Verbundschule Name für neue Schule wird noch gesucht

Theodor-Heuss-Schule und Friedrich-Ebert-Schule machen Fortschritte auf dem Weg zur Verschmelzung beider Schulen. Im neuen Schuljahr wird die Verbundschule mit zwei Standorten ihre Arbeit aufnehmen.

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Thomas Hesse (links) und Claus Schäfer (rechts) informieren (weiter von links) Armin Schwarz, Günther Schork, Rosi Leser und Hans-Jürgen Irmer.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nein, einen Namen gibt es noch nicht für die neue Schule, nur so viel steht fest: Sie soll weder den Namen eines Politikers noch eines Pädagogen tragen, wie Bernhard Drude vom Staatlichen Schulamt am Rande eines Besuchs des schulpolitischen Arbeitskreises der CDU-Landtagsfraktion an der Theodor-Heuss-Schule erklärte.

Geklärt sind Standort- und personelle Fragen: Formal wird Thomas Hesse, jetzt Leiter der Theodor-Heuss-Schule Schulleiter der neuen Verbundschule; sein Stellvertreter wird Claus Schäfer, der jetzt Schulleiter der Friedrich-Ebert-Schule ist. Drude betont dabei das Wort „formal“: Schäfer wie Hesse sind für die Entwicklung der beiden zentralen pädagogischen Strategien zuständig: Hesse für das Konzept des „gemeinsamen Lernens“, Schäfer für die Berufs- und Studienqualifizierung der Schüler. „Wichtig ist, dass wir uns inhaltlich völlig einig sind“, sagte Hesse.

Die Schüler der Klassen 5 bis 8 werden künftig am Standort Willy-Mock-Straße (bisher: Theodor-Heuss-Schule) unterrichtet, die Schüler der Jahrgänge 9 und 10 in der Uferstraße (bisherige Friedrich-Ebert-Schule. In den Jahrgängen 9 und 10 wird es zunächst keine gemeinsamen Klassen aus Theodor-Heuss- und aus Friedrich-Ebert-Schülern geben – aber auch das wird sich in späteren Jahren ändern. „Nach und nach werden wir zusammenwachsen“, sagte Schäfer. Der ganz große Wirbel um den Zusammenschluss hat sich inzwischen gelegt, sagen Hesse und Schäfer übereinstimmend. Auch die Schulelternbeiräte und die Kollegien, die teils schwere Bedenken geäußert hatten, arbeiteten nun konkret am Zusammenwachsen mit.

„Sie haben den Mut, nicht nur einen Schulverbund zu stemmen, sondern parallel noch die Mittelstufenschule anzugehen“, äußerte der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Günther Schork (Mörfelden-Walldorf) anerkennend.

Die gemeinsame Mittelstufenschule setzt da an, wo Friedrich-Ebert-Schule und Theodor-Heuss-Schule schon Erfahrungen gesammelt haben: Sie organisiert, erläuterte Claus Schäfer, auch dank dreier großer Berufsschulen in Marburg, ab Klasse 6 zunehmend Berufsorientierung für die Schüler, die in einem Berufsschultag pro Woche in der Jahrgangsstufe 8 mündet. Und sie hält bis Jahrgangsstufe 10 die Möglichkeit eines studium-qualifizierenden Schulabschlusses offen.

Wie eine Schule ohne Noten – letztendlich heißt das irgendwann: auch ohne Sitzenbleiben - funktionieren kann, stellte Hesse den Bildungspolitikern vor: Er berichtete von positiven Erfahrungen an der Theodor-Heuss-Schule mit Lernfortschrittsberichten nach jeder Unterrichtseinheit in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Die Motivation von Schülern, sich mit ihren Schwächen auseinanderzusetzen, steige, sagte Hesse. Und Bernhard Drude glaubt, dass das Modell Zukunft hat: „Arbeitgeber interessieren sich nicht zu sehr für einzelne Schulnoten“.

von Till Conrad

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