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Name erst "im Laufe des Schuljahres"

Verbundschule Name erst "im Laufe des Schuljahres"

In der nächsten Woche startet das neue Schuljahr und damit auch der gemeinsame Unterricht in der neuen Verbundschule aus Theodor-Heuss- und Friedrich-Ebert-Schule. Einen neuen Namen wird es jedoch noch nicht geben.

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Die beiden Standorte der neuen Verbundschule. Die Friedrich-Ebert-Schule (links) in der Uferstraße und die Theodor-Heuss-Schule in der Willy-Mock-Straße.Fotos: Peter Gassner / Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Der Name ist noch in Planung“, sagte Bernhard Drude vom Schullamt auf Anfrage der OP. Erst am Ende des kommenden Schuljahres sei eine gemeinschaftliche Bezeichnung der beiden verschmelzenden Schulen vorgesehen. Bis dahin firmiert die Verbundschule unter der bisherigen Titulierung „Verbundschule Theodor-Heuss / Friedrich-Ebert“.

Der Prozess der Vereinigung war zu Beginn des Jahres 2012 von vorneherein auf zweieinhalb Jahre angelegt worden, sodass die formale Verschmelzung noch nicht vollzogen ist, erklärt Drude. „Insgesamt sind wir aber auf einem guten Weg“, sagt er. Man habe nicht vorhersehen können, dass es so schnell gehen würde. Daher würden dem Schulträger bezüglich des Namens derzeit noch Vorschläge unterbreitet. Ob dann mit der Verkündung bis zum Ende Sommer 2014 gewartet werde, müsse man sehen, auf jeden Fall aber fiele die Entscheidung erst „im Laufe des Schuljahres“. Letztlich käme es auch darauf an, „dass der Name zum Schultyp passen muss“. Zudem dürfe er in der Region noch nicht von einer anderen Schule verwendet werden.

Während in dieser Hinsicht zunächst keine Veränderung stattfindet, sei die Zusammenführung „auf Schüler- und Lehrerebene bereits vollzogen“, berichtet Drude. Zwar sei im Kollegium nicht jeder von der Fusion begeistert gewesen, doch das ließe sich eben nicht vermeiden. Positiv hervorzuheben seien vor allem die Schüler selbst, die dem Ganzen sehr offen und positiv gegenüberstünden. „Daran könnten sich auch unter den Eltern einige durchaus mal orientieren“, findet der stellvertretende Schulamtsleiter.

Insgesamt rund 740 Schüler an den beiden Standorten

Die Jahrgangsstufen 5 bis 8 werden ab Mittwoch, 17. August, im ehemaligen Gebäude der Theodor-Heuss-Schule in der Willy-Mock-Straße unterrichtet. Dies werden etwa 420 Schüler sein. Die Klassen der Jahrgänge 9 und 10 hingegen sind fortan in den Räumlichkeiten der ehemaligen Friedrich-Ebert-Schule am Standort Uferstraße beheimatet. Die Schülerzahl dort soll rund 320 betragen. Im vergangenen Jahr waren es etwa 640 Schüler an der Theodor-Heuss-Schule, während nur um die 200 Kinder zur Friedrich-Ebert-Schule gingen. Klaus Schäfer, bisheriger Schulleiter der Friedrich-Ebert-Schule argumentiert allerdings, dass bereits nur noch am Standort Willy-Mock-Straße fünfte Klassen aufgenommen wurden.

Schäfer wird die Stellvertretung des neuen Gesamtdirektors Thomas Hesse übernehmen, der zuvor Schulleiter der Theodor-Heuss-Schule war. Laut Drude wird Schäfer aber „mit eigenständigen Arbeitsbereichen“ ausgestattet. Hesse soll für das Konzept des „gemeinsamen Lernens“, Schäfer für die Berufs- und Studienqualifizierung der Schüler zuständig sein. Sie sollen jeweils an beiden Standorten tätig sein. „Spätestens jetzt bei den Stundenplänen müssen wir ja auch intensiv zusammenarbeiten“, sagt Hesse, der betont, dass alle sich inzwischen an die Zusammenlegung gewöhnt hätten.

Gemeinsamer Aktionstag vor dem Schulstart

Gerade in der Uferstraße seien die Schüler auch bei „gebäudegestalterischen Maßnahmen“ eingebunden gewesen, berichtet indes Drude. Es seien bereits vor einem Jahr Schülergruppen gegründet worden, die an der Gestaltung mitwirkten. Zudem seien auch die Schülervertetungen aktiv gewesen. Auch Eltern seien in Projekten und Arbeitsgruppen beteiligt gewesen.

Kennen lernen müssten sich die neuen Schulkameraden in den Parallelklassen nicht mehr, denn „da ist im letzten Jahr schon einiges passiert“, sagt Drude. Dennoch wird es am Dienstag, 16. August, in der Uferstraße einen Aktionstag vor dem Schulstart geben, bei dem die Schüler gemeinsam an einem riesigen Gemälde arbeiten sollen. Zu diesem Zweck werden am Ende mehrere Leinwände zusammengefügt.

Dennoch, so hieß es, wolle man die neue Situation für die Kinder und Jugendlichen nicht unnötig verkomplizieren und verzichte daher, bis auf eine Ausnahme in der Jahrgangsstufe 8, auf die Zusammenlegung von Klassen. Ab dem Schuljahr 2014 / 2015 wolle man diese dann aber „sinnvoll vermischen“.

von Peter Gassner

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