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Nachwuchspolitiker simulieren Europaparlament

Sommerforum Nachwuchspolitiker simulieren Europaparlament

Diskutieren und eigene Vorstellungen konkretisieren: Die Europapolitik stand im Zentrum des Akademischen Sommer­forums.

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Energiewende, Russland oder Gleichberechtigung: Beim Internationalen Akademischen Sommerforum des Europäischen Jugend­parlaments diskutierten Nachwuchspolitiker über aktuelle Themen.

Quelle: Hannah El-Hitami

Marburg. Unter dem Motto „Inventing tomorrow“ kamen am Freitag im Hörsaal des Fachbereichs Geographie in der Deutschhausstraße über 100 Studierende aus ganz Europa zusammen, um im Rahmen des Internationalen Akademischen Sommerforums des Europäischen Jugendparlaments über Forschung und Innovation zu debattieren. Das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V. ist eine von 38 nationalen Organisationen des European Youth Parliament, welches seit 1990 Jugendlichen eine Plattform bietet, um sich aktiv mit Europapolitik auseinanderzusetzen.

Resolutionen werden weitergegeben

Schon seit Mittwoch hatten sich die Nachwuchspolitiker zwischen 18 und 27 Jahren in Marburg versammelt, und nach einem gruppendynamischen Kommunikationstraining mit der Ausschussarbeit nach Vorbild des Europaparlaments begonnen. Das Ergebnis dieser Sitzungen waren Resolutionen, die am Freitag in einer Parlamentarischen Vollversammlung debattiert wurden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Christian Meineke vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Marburg durften die verschiedenen Ausschüsse - zum Beispiel der Ausschuss für Kultur und Bildung, für Auswärtige Angelegenheiten, für Frauenrechte oder Gleichberechtigung - ihre Resolutionen vorstellen und sie anschließend vor den Einwänden und der Kritik des Plenums verteidigen. Dabei wurden zum Beispiel innovative Ansätze zu der Zukunft der Energiewende, den Beziehungen zu Russland oder dem Zugang von Frauen zu wissenschaftlichen Berufen aufgeworfen und in minutiös geplanten Diskussionsrunden in Frage gestellt und debattiert.

In erster Linie dient diese Parlamentssimulation dazu, jungen Menschen eine aktive Auseinandersetzung mit Politik und Demokratie in Europa zu ermöglichen. „Für uns ist EU-Politik ja eher abstrakt,“ stellte Laura Thiemt fest. Das merke man vor allem immer wieder an den Ergebnissen der Europawahlen, so die Marburger Studentin, die seit 2008 bei dem Jugendparlament aktiv ist und als Projektleiterin mit einem 14-köpfigen Team ein Jahr lang das internationale Forum geplant hatte. Des­wegen sei es so wichtig, diese Politik für junge Menschen greifbarer und erlebbar zu machen. Abgesehen von der durch diese Sitzungen angestrebten politischen Bildungsarbeit werden die Resolutionen aber auch im Anschluss an Bundestagsabgeordnete und Mitglieder des Europäischen Parlaments oder der Europäischen Kommission weitergegeben.

von Hannah El-Hitami

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