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Nachbarn sollen Elektroautos miteinander teilen

Modelprojekt im Landkreis Nachbarn sollen Elektroautos miteinander teilen

Der Landkreis hat gemeinsam mit Lahntal, Rauschenberg und Weimar ein Modellprojekt entwickelt. Es soll Kommunen einen Leitfaden an die Hand geben, wie sie Elektromobilität im ländlichen Raum umsetzen können.

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Landrätin Kirsten Fründt (von links), Dr. Norbert Clement vom Fachdienst Klimaschutz und Erneuerbare Energien, die Bürgermeister Manfred Apell (Lahntal), Peter Eidam (Weimar) und Michael Emmerich (Rauschenberg) sowie Heike Wagner vom Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz beschäftigen sich mit E-Car-Sharing.Foto: Landkreis

Marburg. Wie kann der Umstieg auf umweltfreundliche Mobilitätsformen im ländlichen Raum gefördert werden? Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat zu diesem Zweck gemeinsam mit den drei Modellkommunen Rauschenberg, Lahntal und Weimar ein E-Car-Sharing-Konzept entwickelt. Dabei ist ein Leitfaden zur Elektromobilität mit dem Titel „Gemeinsam Mobil - Nutzen statt Besitzen als Gemeinschaftsaufgabe“ entstanden. Dieser Leitfaden dient interessierten Kommunen als Orientierungshilfe für die Entwicklung eigener Konzepte.

Landrätin Kirsten Fründt sowie die Bürgermeister der drei Modellkommunen, Peter Eidam (Weimar), Manfred Apell (Lahntal) und Michael Emmerich (Rauschenberg) haben den Leitfaden zur Elektromobilität im Rahmen einer Bürgermeisterdienstversammlung vorgestellt. „Wichtig ist, dass wir Mobilitätskonzepte für die Zukunft nicht nur theoretisch entwickeln sondern auch auf ihre Praxistauglichkeit hin testen“, sagte die Landrätin. So ließen sich wichtige Erfahrungen sammeln.

Ein kommerzielles Car-Sharing-Angebot, also die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen, rentiert sich laut dem Landkreis in kleineren Kommunen oder Dörfern nur selten. Die drei Modellkommunen greifen daher auf ein Car-Sharing-Organisationsmodell zurück, das sich wegen seiner niedrigen Anfangskosten besonders für den ländlichen Raum eigne: Die Hauptnutzer, also etwa Unternehmen, Gemeindeverwaltungen oder Privatpersonen, stellen bereits vorhandene Fahrzeuge außerhalb der eigenen Bedarfszeiten zur Verfügung. Eine eigene Car-Sharing-Technologie organisiert die Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Für dieses Modell nützlich sind zudem die Gründung eines lokalen Vereins sowie die Unterstützung durch die Verwaltung der Kommune, teilte der Landkreis mit.

Das Teilen von Autos senkt Kosten für alle Nutzer

Das E-Car-Sharing leistet laut der Arbeitsgruppe nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Es senkt auch die Mobilitätskosten für diejenigen Nutzer, die weniger als 7000 Kilometer pro Jahr mit ihrem Auto zurücklegen, sowie für die Hauptnutzer der Fahrzeuge. Zudem wird die örtliche Gemeinschaft mit einer Mobilitätsform der Zukunft vertraut gemacht, die immer nutzerfreundlicher wird: Für die meisten Elektrofahrzeuge werden ab dem Jahr 2020 Reichweiten von bis zu 600 Kilometern erwartet.

Informationen bei Stefan Franke, Fachdienst Klimaschutz und Erneuerbare Energien, Telefon 06421/4056213. Der Leitfaden zur Elektromobilität mit Informationen zu Elektrofahrzeugen, Ladeinfrastrukturen, Car-Sharing-Organisationsmodellen sowie weiteren Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität steht online unter www.klimaschutz.marburg-biedenkopf.de zur Verfügung.

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