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Nach der Schule in den Schichtdienst bei der OP

Persönlich Nach der Schule in den Schichtdienst bei der OP

Lucia Brock gestaltet heute Anzeigen. Davor hat sie aber 22 Jahre im Schichtbetrieb Texte erfasst. Von den Kollegen wurde sie damals mit einem besonderen Scherz willkommen geheißen.

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Marburg. Name: Lucia Brock

Alter: 53

Wohnort: Amöneburg-Roßdorf

Familienstand: verheiratet

Bei der OP seit: 1980

Werdegang bei der OP: Texterfassung, Fotosatz, Assistentin des Außendienstes, Anzeigensatz

Beruf heute: Technische Angestellte

Lucia Brock hatte nicht gerade einen leichten Einstieg bei der OP: direkt nach der Schule, mit 17 Jahren, fing sie als Texterfasserin im Schichtbetrieb an. Ihr Vater hatte ihr die Arbeit besorgt, nachdem ein Mitarbeiter in Rente gegangen war. „Ich hatte gleich zu Beginn acht Wochen Spätschicht. Während andere also ihre Freizeit nach dem Schulabschluss genossen, musste ich direkt an die Arbeit“, sagt Brock.

Und als wäre das nicht genug, schickten sie ihre Kollegen auch noch zum „Bleiläuse suchen“. Was sie nicht wusste: diese „Tierchen“ existierten rein zum Vergnügen der älteren Kollegen, die Brock beim Suchen im Wasser kräftig nassspritzten.

Brock und ihre Kolleginnen „klimperten“ bis zu 360000 Zeichen am Abend - pro Person wohlgemerkt - die Texte aus den verschiedenen Lokalredaktionen, der Sportredaktion, dem Feuilleton oder der Rubrik „Geist & Leben“.

22 Jahre machte Brock „Schicht“. Viel hat sich getan in der Zeit. Inzwischen gestaltet Brock gewerbliche und private Anzeigen. „Die Arbeit macht Spaß, vor allem dann, wenn man selbst etwas kreativer werden kann. Manchmal sind es aber auch nur kleine Änderungen, ab und zu darf ich mir aber auch eine ganze Zeitungsseite einfallen lassen“, sagt sie.

von Lisa-Martina Klein

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