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Mutter dreier Kinder bleibt Haftstrafe erspart

Berufungskammer ändert Urteil Mutter dreier Kinder bleibt Haftstrafe erspart

Einer 39-jährigen dreifachen Mutter bleibt eine viermonatige Haftstrafe wegen Betrugs erspart. Die Berufungskammer des Marburger Landgerichts änderte am Freitag das Urteil zu einer Bewährungsstrafe ab.

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Das Amtsgericht Marburg hatte die 39-jährige Frau aus dem Südkreis im Februar zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt.

Quelle: Archiv

Marburg. Das Amtsgericht Marburg hatte die 39-jährige Frau aus dem Südkreis im Februar zu der Haftstrafe verurteilt. Vor der 2. Strafkammer des Marburger Landgerichts unter dem Vorsitz von Richter Dr. Carsten Paul beteuerte die Angeklagte, dass sie zu Unrecht verurteilt worden sei. Die Angeklagte hatte am 19. Januar 2010 einen Elektroinstallateur für Arbeiten in ihrer Mietwohnung beauftragt, obwohl sie wusste, dass sie die Rechnung nicht bezahlen könnte.

Die Angeklagte berichtete, dass mit ihrem Vermieter, der in Thüringen wohnte, eine Absprache bestand, wonach sie sich um alles kümmern und auch Handwerker beauftragen sollte.

Nachdem die Hauptstromleitung defekt war, habe sie eine Elektrofirma gerufen. Die Kosten für die Reparatur in Höhe von 408 Euro hatte der Vermieter bis zur Berufungsverhandlung beglichen, weigerte sich aber andere Elektroarbeiten in Höhe von etwa 1.200 Euro für das Verlegen eines Stromkabels in eine der Angeklagten gehörende Garage und die Installation eines Bewegungsmelders zu bezahlen.

Der Elektroinstallateur sagte als Zeuge aus, dass die Angeklagte ihn nicht darüber informiert hatte, dass sie nicht die Hauseigentümerin ist und auch nicht deutlich gemacht hatte, dass es zwei separate Rechnungen geben sollte.
„Hätte ich gewusst, dass sie nicht die Eigentümerin ist, dann hätte ich die Arbeiten sofort abgebrochen“, sagte der Angestellte der Elektroinstallationsfirma.

Als der Verteidiger merkte, dass ein Antrag auf Freispruch nicht erfolgversprechend ist, beschränkte er die Berufung auf die Aussetzung zur Bewährung.

Die 2. Strafkammer änderte das Urteil des Amtsgerichts in eine Bewährungsstrafe ab, wobei die Bewährungszeit auf drei Jahre festgesetzt wurde. Die einschlägig vorbestrafte Angeklagte erhielt als Auflage, den restlichen Teil der Rechnung in Raten zu bezahlen.

von Adrianna Michel

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