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Muslime wollen ungetrübt feiern

Imam sagt Teilnahme ab Muslime wollen ungetrübt feiern

Rund 300 Besucher feierten am Samstagnachmittag mit der Islamischen Gemeinde Marburg "60 Jahre Muslime in Marburg und 30 Jahre Moschee". Wer nicht kam, war der angekündigte Redner Sheikh Taha Amer.

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Bei der Feier der Muslime gab es eine Sahnetorte in Form einer Moschee.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Zahlreiche Ehrengäste begrüßte der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde Marburg, Dr. Bilal El-Zayat, im Audimax der Uni. Vertreter der verschiedenen Religionen, des öffentlichen Lebens und der Universität, in deren Räumen die Feier stattfand. Die Begrüßungen und Rückblicke waren länger als geplant, sodass der eigentliche Gastredner, der frühere Fernsehjournalist Ulrich Kienzle, später als angekündigt sprach.

Das Programm war ohnehin geändert worden, weil Sheikh Taha Amer, vom Rat der islamischen Gelehrten in Deutschland, sein Kommen abgesagt hatte. Er sollte zur „Rolle der Moschee in der deutschen Gesellschaft“ sprechen. El-Zayat erklärte am Samstag im OP-Gespräch, dass die Universität als Hausherr Nachfragen gestellt habe.

Nähe zu Extremisten?

Denn der hessische Verfassungsschutz ordnet den Rat der exremistischen Muslimbrüderschaft zu. „Wir wussten nicht, dass er vom Verfassungsschutz erwähnt wurde“, so El-Zayat. Aufgrund der Nachfragen habe Sheikh Taha Amer von sich aus, sein Kommen von sich aus so abgesagt. „Wir hätten ihn nicht ausgeladen. Er ist anerkannt, wir haben ihn schön öfter gehört. Aber er und wir wollen nicht, dass die Feier überschattet wird von einem anderen Thema“, so El-Zayat. „Die Uni hat das Recht, uns zu leiten“, ergänzte er.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) erklärte: „In dieser Stadt werden Menschen nicht an Spekulationen, Verdächtigungen und Verschwörungstheorien, sondern an ihren Worten und Taten gemessen.“ Weiter sagte er: „Wir in Marburg kennen unsere islamische Gemeinde.“ Man wisse von der fundamentalen Bedeutung, die die Gemeinde für das friedliche und respektvolle Zusammenleben leiste. „Wir verwahren uns gegen Unterstellungen gegenüber unseren Bürgern“, sagte Spies.

Weiterer Bericht über die Veranstaltung folgt.

von Anna Ntemiris

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Von Redakteur Anna Ntemiris

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