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Muslime laden in das Ramadanzelt

Fastenmonat Muslime laden in das Ramadanzelt

Nur noch am Samstag hat das 6. Ramadanzelt auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz geöffnet. Marburger haben die Gelegenheit, die islamische Gemeinde besser kennenzulernen und sich über das Fest zu informieren.

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Viele Besucher kamen am Donnerstagabend in das Ramadanzelt am Elisabeth-Blochmann-Platz. Ziel der islamischen Gemeinde ist es, über die Religion und den Fastenmonat aufzuklären. Foto: Lisa Scholz

Mabrurg . Anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan, der noch bis zum 27. Juli andauert, gibt es in Marburg auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz zum sechsten Mal ein Ramadanzelt. Dort informiert die islamische Gemeinde über ihren Glauben und den Ramadan. Sie wollen mit Interessierten ins Gespräch kommen und laden Besucher dazu ein, mit ihnen das Fastenbrechen zu begehen.

Das Besondere dabei ist die Gemeinschaft und dass man auch noch in der heutigen hektischen Zeit zusammen isst. Das Ramadanzelt gilt als Beispiel für Integration und soll sowohl zur Kommunikation anregen als auch die Leute verbinden. Dieses Jahr gibt es das Ramadanzelt zeitgleich mit dem Stadtfest „3 Tage Marburg“.

"Ein schönes und eindrucksvolles Zusammentreffen"

Während des Ramadan fasten die Muslime tagsüber. Das bedeutet, dass sie nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang etwas essen oder trinken. Das Ramadanfest ist ein Fest der Versöhnung. Man soll nicht nur fasten, sondern auch den eigenen Charakter überdenken und über schlechte Taten nachdenken.

Pünktlich zur Zelt-Eröffnung am Donnerstagabend verschlechterte sich das Wetter. Es wurde windig und regnete in Strömen. Dies war allerdings kein Grund für die Menschen Zuhause zu bleiben.

Das Publikum hörte viele Grußworte von verschiedenen Religionsvertretern, politischen Parteien und Organisationen. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sprach von „einem schönen und eindrucksvollen Zusammentreffen“. Die Redner erinnerten an die aktuellen schrecklichen Ereignisse im Nahen Osten und wünschten einen gesegneten und friedlichen Ramadan.

Jeweils ein Vertreter der drei großen Religionen Christentum, Judentum und Islam sprach auf Deutsch ein Bittgebet, zum Beispiel für die Leute in den Kriegsgebieten.

Pünktlich zum Sonnenuntergang rief der Imam aus Stadtallendort zum Abendgebet. Daran anschließend verrichteten manche Muslime ein Gebet und das Essen wurde ausgeteilt. Glücklicherweise besserte sich das Wetter und so konnten alle Plätze ausgenutzt werden und man beging gemeinsam das Fastenbrechen. Rund um das Ramadanzelt gab es Stände von Organisationen, wie zum Beispiel der Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland, die Notleidende und Waisen unterstützt.

Da zurzeit eine neue Moschee in Planung ist, hofften einige Gäste, dass bereits das nächste Ramadanzelt dort stattfinden kann.

von Lisa Scholz

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