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Musik von Bach bis Lennon

Adventskonzert in der Evangeliumshalle Musik von Bach bis Lennon

Der Frauenchor Wehrda hatte am Sonntag in die Wehrdaer Evangeliumshalle eingeladen. Gespielt und gesungen wurden klassische und moderne Weihnachtslieder.

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Der Frauenchor Wehrda mit seinem Leiter Jens Amend am Klavier.

Quelle: Nico Arnold

Marburg. Das Weihnachtskonzert in der Evangeliumshalle findet jedes Jahr in der Adventszeit statt. Es wird abwechselnd vom Frauen- und Männerchor organisiert. Nachdem Marianne Usinger, die Vorsitzende des Frauenchors Wehrda, die rund 350 Gäste begrüßt hatte, gab der Frauenchor unter der Leitung von Jens Amend mehrere Stücke zum Besten, unter anderem Manfred Bühlers „Kleiner Trommeljunge“. Bereits vorher spielte der siebenköpfige Bläserkreis der Kurhessischen Kantorei unter der Leitung von Friedel W. Böhler „Tochter Zion“ und „Des Höchsten Ruhm“ von Georg Friedrich Händel.

Anschließend waren die Gäste eingeladen, unter Begleitung des Bläserkreises das bekannte „Macht hoch die Tür“ zu singen. Die Entstehungsgeschichte des Liedes erzählte Pfarrer Helmut Heiser von der Hebrongemeinde in Wehrda später in einem Grußwort: Es wurde 1623 vom ostpreußischen Pfarrer Georg Weißel verfasst und im selben Jahr zum ersten Mal aufgeführt.

Kinderchor singt „völlig ohne Notenblätter“

Ein Königsberger Geschäftsmann hatte eine Villa erworben und mit einem Zaun umschlossen, sodass den Bewohnern des nahegelegenen Armenhauses der Weg zur Kirche versperrt war, der über das Grundstück führte. In Reaktion darauf ließ Pfarrer Weißel den Kirchenchor vor dem Tor des Anwesens sein neues Stück singen. Der Geschäftsmann soll daraufhin so gerührt gewesen sein, dass er das Tor ab diesem Zeitpunkt nie mehr verschloss.

Ein weiteres Ensemble war der Kinderchor unter Leitung von Julia Rewicki, der, wie Usinger anmerkte, „im Gegensatz zum Frauenchor völlig ohne Notenblätter gesungen hat“. Besonderen Applaus bekam der Chor des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf. Er interpretierte vier Stücke, unter anderem Friedrich Heinrich Rankes „Herbei, o ihr Gläubigen“ und John Lennons „And so this is Christmas“.

Den musikalischen Höhepunkt des Konzerts setzten jedoch Michael Weiss und Jens Amend an Querflöte beziehungsweise Klavier. Die beiden spielten zwei Sätze aus Johann Sebastian Bachs Sonate in Es-Dur. Außerdem war der Wehrdaer Männerchor am Konzert beteiligt, unter anderem mit Beethovens „Hymne an die Nacht“. Das Konzert schloss mit dem Weihnachtsklassiker „O du fröhliche“, der erneut mit allen Gästen gesungen wurde.

Ein besonderer Service kam den Patienten im nahegelegenen Diakonie-Krankenhaus zugute: Sie konnten eine Audio-Übertragung des Konzerts zeitgleich auf ihren Zimmern mitverfolgen.

von Nico Arnold

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