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Musical zeigt, wie aus Feinden Freunde werden

Kinder spielen Theater Musical zeigt, wie aus Feinden Freunde werden

Wie entsteht Rassismus? Welche Rolle spielen ­dabei Ausgrenzung und Gruppenzwang? Große Fragen auch für Erwachsene, die im Kindertheater der Geschwister Scholl-Schule in der Waggon­halle bearbeitet wurden.

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Die als Giraffen und Zebras kostümierten Kinder freuen sich über den Applaus.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Natürlich wurde das komplexe Thema in dem Stück „Tuishi Pamoja - eine Freundschaft in der Savanne“ von Sandra Engelhardt (Text) und Martin Maria Schulte (Musik) für Kinder aufgearbeitet, immerhin sind die Stars des Stücks allesamt Grundschüler. „Wir organisieren alle drei Jahre während der AG-Zeit im Musicalkurs eine Aufführung, an der die gesamte Schule von der ersten bis zur vierten Klasse mitwirkt. Die Erstklässler helfen dabei vor allem beim Bühnenbild, während die Älteren die meisten Rollen besetzen, wobei wir mit unserer Giraffe Nele Burger sogar eine Zweitklässlerin in einer Hauptrolle haben“, erklärte Christine Möller, die das Stück mit ihren Kolleginnen Dorith Neumeyer und Silke Ghiai ausarbeitete.

Die Giraffen sind dabei eine der beiden verfeindeten Hauptfraktionen des Stücks, für sie steht fest: „Alles was anders ist, wird nicht akzeptiert, wir sind die Besten, hast du‘s bald kapiert!“

Den langhalsigen Paarhufern stehen die Zebras gegenüber, auch sie halten nichts davon, sich mit irgendwie Andersartigen abzugeben, nur wer gestreift ist, kann dazugehören.

Giraffenkind „Raffi“ (Nele Burger) und Zebratochter „Zea“ (Charity Lyles) wollen sich mit der engstirnigen Welt ihrer ­Eltern (Giraffenmutter Mareike Deussen und Zebrapapa Julius Bicker) nicht so recht abfinden. Dabei erhalten sie Unterstützung von den Erdmännchen Dominik Bösner, Frida Allmerath und Jola Hüning.

Schulleiterin Almut Schemm war bei der Premiere sichtlich erfreut über die positive Resonanz, immerhin war die ­Waggonhalle mit annähernd 200 Besuchern bestens gefüllt.

von Marcus Hergenhan

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