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Motorräder knattern Geld in die Kasse

Organspende Motorräder knattern Geld in die Kasse

Harte Jungs, taffe Mädels: Mit ihren Motorrädern brummen am Samstag Hunderte Biker durch die Universitätsstadt und den Landkreis, um bei der 14. Auflage des "Toy Runs" Spenden für kranke Kinder zu sammeln.

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Männer auf ihren Maschinen: Biker aus Marburg und Umgebung fahren beim „Toy Run“, um Spenden für den Verein von Katja Backus zu sammeln. Foto: Beneditk Bernshausen / Björn Wisker

Quelle: Benedikt Bernshausen

Marburg. „Zusammenhalt, soziales Engagement und die Liebe zu den Maschinen zeichnen die Marburger Klubs aus“, sagt Frank (47) vom Marburger Biker-Zusammenschluss Gremium MC. Die Mitglieder der Szene litten unter Vorurteilen, zu selten würde mit ihnen gesprochen, zu oft über sie geurteilt. Trotz Rivalitäten, die es unter den konkurrierenden Motorradklubs gibt: Geht es um Kinder, um Kranke und Hilfsbedürftige, treten die Unterschiede in den Hintergrund. „Im Fußball und im Kirchenchor kann auch nicht jeder mit jedem. Was wir uns alle auf die Fahne geschrieben haben, ist die Hilfsbereitschaft“, sagt Frank. „Und die Marburger Kids haben jede Aufmerksamkeit verdient.“

Mehr als 3000 Euro kamen in den vergangenen Jahren bei den „Toy Runs“ stets zusammen, die Einnahmen spenden die Organisatoren um Werner Pawlik an soziale Vereine. „Das Ziel ist immer, so viel Geld wie möglich zu sammeln. Es geht hier nicht um uns, für uns soll kein Pfennig bleiben“, sagt er. Umso mehr soll die Marburger Elterninitiative Kinderdialyse ab-bekommen.

Für den guten Zweck auf lautknatternden, heißen Öfen durch den Landkreis: Für die Teilnahme an der Benefizausfahrt spendeten die Biker zu Gunten kranker Kinder in der Region. Foto: Benedikt Bernshausen

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Geld für dreiwöchige Reise nach Österreich

„Die Jungen und Mädchen haben kein einfaches Leben. Mit Hilfe der Biker wird es ihnen erleichtert, sie kommen mal auf andere Gedanken“, sagt Katja Backus, Kassiererin des Vereins. In diesem Jahr soll das Geld für eine dreiwöchige Reise nach Österreich ausgegeben werden, wo die 15 bis 20 Marburger andere kranke Kinder treffen und vieles über Medikamente lernen sollen. „Ihre Krankheit wird sie schließlich ein Leben lang begleiten, deshalb ist Selbstständigkeit wichtig. Mama und Papa können nicht immer die Tabletten verabreichen und sich um alles kümmern.“ 2013 ging es mit den Familien nach Norderney.

Reise - das war auch das Stichwort für die rund 200 Biker, die sich auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz versammelt hatten. Sie brachen am Samstagnachmittag zu einer Tour über Niederweimar und Lohra bis Kirchvers nach Steinperf, wo der ansässige Motorradklub seinen 15. Geburtstag feierte, auf. „Die Idee ist toll, und unter diesen Motorrädern sind echt schöne Modelle dabei“, sagt Besucher Michael Lutz (46).

von Björn Wisker

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