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Motorradfahrer demonstrieren ihr Herz für Kinder

Toy run Motorradfahrer demonstrieren ihr Herz für Kinder

„Urlaub für die kranken Kinder - Erholung für die ganze Familie“: So lautet das Motto, unter dem Biker des Vereins „Toy Run Marburg“ auf die Situation nierenkranker Kinder aufmerksam machten.

Marburg. Die Motorräder knatterten, die Zuschauer fotografierten und die Sonne schien, als um die 200 Biker ihre Maschinen starteten.

Die Toy Run Marburg ist nach 13 Jahren ein beliebtes mittelhessisches Event für Motorrad- und Trikefreunde geworden. Die Tour-Strecke wird von den Organisatoren - den Motorradclubs Gremium Marburg, Geronimus Steffenberg, Avalon Dreihausen und den Trikefreunden Mittelhessen - gesichert. So können die Biker ihre Fahrt durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf bis ins Gießener Umland genießen. Erster Zwischenstopp war das Clubhaus der Avalons Dreihausen.

Das Startgeld von 10 Euro spendeten die Teilnehmer wie in jedem Jahr der Elterninitiative für nierenkranke Kinder in Marburg. Mittlerweile seien im Laufe der 13 Jahre insgesamt rund 33000 Euro gespendet worden, sagte einer der Toy-Run-Organisatoren Werner Pawlik.

In diesem Jahr plant die Elterninitiative nach Angaben des Leiters der Kinderdialyse Marburg, Professor Günter Klaus, eine Familienfreizeit nach Norderney für kleine Nierenpatienten, die durch diese Spende erst möglich wird.

Maximilian Potthoff, früher selbst Patient in Marburg und mittlerweile erwachsen, erinnerte sich sehr gern an die von der Toy Run unterstützten Freizeiten. „Es war immer ein schönes Programm und wir konnten in dieser Zeit die Krankheit und dass es uns oftmals nicht so gut ging, vergessen“, sagte er. „Wir Kinder haben uns besser kennengelernt und gemerkt, dass wir mit der Krankheit nicht allein sind.“

Saskia Switala, Schriftführerin im Verein, erzählte, dass zu diesen Urlauben das Pflegepersonal mitfahre und auch die medizinischen Geräte dabei sein müssten. Der Verein unterstütze die Familien in vielen Bereichen, so sei ein Schulungswochenende für Patienten und ihre Familien geplant, Fahrkosten würden teilweise erstattet und auch bei der Anschaffung notwendiger medizinischer Geräte hilft der Verein, sagte Saskia Switala weiter.

Die Biker-Freunde boten ein abwechslungsreiches Programm am Elisabeth-Blochmann-Platz in Marburg für die Besucher an. Es gab eine Hüpfburg für Kinder, Trike-Rundfahrten durch Marburg und ein ganz besonderes Highlight.

Der Marburger Holger Wilhelm stellte seine Honda monkey vor - ein Minimotorrad, welches weltweit einmalig ist.

Er erzählte, dass das Fahrzeug seit 1973 in seinem Besitz sei und er bis auf den Rahmen alles selbst verbaut habe. „Das Motorrad ist TÜV-geprüft und auf 30 PS aufgerüstet.

Honda fabrizierte es damals für Camper oder Reiter, die es zusammenklappen und in den Kofferraum verstauen konnten“, erzählte Holger Wilhelm begeistert.

von Anja Lagerwerf

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