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Mondmission als Testfall für Marsflug

Marburg & der Mond Mondmission als Testfall für Marsflug

An einer unbemannten deutschen Mondmission würde sich auch die deutsche Raumfahrtorganisation „Amsat“ mit Sitz in Marburg beteiligen.

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Die Bodenstation der Raumfahrtorganisation „Amsat“ steht bei der Sternwarte in Bochum.

Quelle: Amsat

Marburg. Machbarkeitsstudien halten sowohl eine unbemannte deutsche Mondmission als auch eine Marsmission für möglich. Der Leiter der Sternwarte Bochum, Thilo Elsner, der als eines der Mitglieder des Marburger Vereins „Amsat“ an den Studien arbeitet, sieht die Missionen als durchführbar an. „Wir sind im Frühjahr vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit den Studien beauftragt worden“, sagte Elsner. „Die DLR hat im Auftrag der Bundesregierung zunächst nur die Machbarkeitsstudie für die Marsmission in Auftrag gegeben und wenige Tage später eine vorherige Mondmission gewünscht“, sagte Elsner. In beiden Fälle soll ein Satellit die Trabanten umkreisen und Sonden absetzen. Das sei im Fall einer Mondmission wegen der fehlenden Atmosphäre schwieriger als beim Mars-Unternehmen. Amsat würde die Satellitentechnik liefern und die Sternwarte Bochum den Satelliten steuern.
„Amsat“ hat die Geschäftsstelle in den Räumen des ehemaligen Zentralen Entwicklungslabors (ZEL) der Marburger Universität in der Ernst-Giller-Straße. Als „Macher“ im Hintergrund ist nach wie vor Professor Karl Meinzer aktiv, der bis zu seiner Pensionierung vor wenigen Jahren das ZEL leitete. Anfang 2000 machte Meinzer Schlagzeilen mit dem Plan, von Marburg aus wichtige Satellitentechnik für die Beteiligung an einer Marsmission zu erarbeiten. Diese Marsmission hätte ursprünglich 2013 starten sollen und wurde nun auf 2018 verschoben. „Mit der Beteiligung an der Mondmission könnten wir nun die Technologie schon einmal testen“, sagte Meinzer der OP gestern auf Anfrage.

von Manfred Hitzeroth

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