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Moischter bemängeln maroden Fuß- und Radweg

Forderung nach Sanierung Moischter bemängeln maroden Fuß- und Radweg

So mancher Bewohner aus Moischt fühlt sich in seiner Mobilität entlang der Kreisstraße 38 eingeschränkt. Der Grund: der sanierungsbedürftige Geh- und Radweg entlang der „Hahnerheide“.

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Risse im Teer, schmale, holprige Wege und Laternenpfähle mitten auf der Strecke sind Ortsvorsteher Horst Mania ein Dorn im Auge.

Quelle: Ina Tannert

Moischt. Bröckelige, enge Fahrspuren, breite Risse, wucherndes Grünzeug und Straßenlampen, die mitten auf dem Pfad stehen – der Rad- und Fußweg entlang der K 38 in Moischt hat schon bessere Tage gesehen.

Über den holprigen, teils blockierten Weg ärgert sich Ortsvorsteher Horst Mania: Bereits seit dem Jahr 2009 fordere der Ortsbeirat von der Stadt eine Sanierung der Strecke. Zuletzt beantragte das Gremium im vergangenen Jahr vergeblich einen Ausbau des Wegenetzes entlang der K 37 wie auch der K 38 zwischen Eulenkopfstraße/Hahnerheide und Zufahrt zum „Stempel“ in Richtung Landesstraße 3125.

„Der Weg wird vielfältig von Wanderern und Radfahrern genutzt“, erklärt Mania. Dieser endet jedoch auf Höhe des letzten Hauses der Straße. Dahinter seien Radler oder Fußgänger gezwungen, sich auf der Hauptstraße zu bewegen, um die Radwege nach Cappel oder Beltershausen-Frauenberg erreichen zu können.

Wie gleichfalls auf der Strecke zwischen Moischt und Schröck auf der anderen Ortsseite seien die Wege Richtung Cappel deutlich zu schmal und viel zu gefährlich. Während für die erstgenannten demnächst Sanierungspläne umgesetzt werden sollen, scheint die reibungslose Weiterfahrt am anderen Ortsausgang vergessen worden zu sein, meint Mania.

Neben der Enge stören insbesondere drei mitten auf dem Weg montierte Straßenlaternen. „Ein Kinderwagen oder Rollator passt da niemals durch“, kritisiert der Ortsvorsteher den unpraktischen Standort der Pfosten.

Der Ortsbeirat fordert daher den Ausbau der Rad- und Fußwege bis hinauf zum Waldweg und der ehemaligen Deponie zum Stempel sowie bis zu der Brücke über die nahe Landstraße.

Die maroden Wege sollten erneuert und verbreitert, die Straßenlampen an den Rand versetzt werden. „Das würde für deutlich mehr Sicherheit sorgen“, betont der Ortsvorsteher.

Vorwurf: „Stadt zögert die Sache immer wieder hinaus“

Dabei sei vor sechs Jahren schon fast alles in trockenen Tüchern gewesen: Insgesamt 15 000 Euro seien bereits im Haushalt für Planungskosten eingestellt worden, alle Anlieger hatten zugestimmt, ein Termin wurde jedoch wieder verschoben. Die endgültige Umsetzung der Maßnahmen fehle bis heute. „Die Stadt zögert die Sache immer wieder hinaus“, beschwert sich der Ortsvorsteher.

Von Seiten des Magistrats kommt ein erster Lichtblick für die Moischter Mobilität: „Wir haben zum Haushalt 2016 Mittel angemeldet, die auch in Höhe von insgesamt 400 000 Euro bewilligt worden sind“, teilt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) auf Nachfrage mit. Und weiter: „Wir hoffen daher, dass wir die Radwegeverbindung 2016 planen und 2017 umsetzen können.“ Diese sei „ein wichtiges Verbindungsstück zwischen Marburg und den östlichen Stadtteilen“.

Dies sehen die Moischter ebenso und sehnen einen baldigen Start des Wegebaus herbei. „Es muss endlich mal weitergehen, wir warten schon so lange darauf“, hofft Mania auf ein schnelles Ende der Planung und den Beginn der Bauarbeiten.

von Ina Tannert

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