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Möller weist Vorwürfe zurück

VfB-Platz Möller weist Vorwürfe zurück

Der Vorsitzende des VfB Marburg, Dietrich Möller, reagiert auf die Vorwürfe von Oberbürgermeister Egon Vaupel, der geplante Verkauf des Vereinsgeländes sei ein „unfreundlicher Akt“.

Marburg. Die OP hatte in der vergangenen Woche einen Plan des VfB-Vorstand vorgestellt, das Vereinsgelände an die PR-Immobilien GmbH zu verkaufen. VfB-Chef Dietrich Möller hatte berichtet, laut Kaufvertrag, dem die Jahreshauptversammlung des Vereins zustimmen soll, erlöse der Verein 935000 Euro.

Vaupel hatte dem VfB Marburg anschließend vorgeworfen, die Verkaufspläne seien nicht mit der Stadt abgesprochen. Ihm fehlt nicht nur ein Finanzkonzept, sondern Vaupel macht sich auch Gedanken um die Frage, wie die Mannschaften des VfB Marburg auf städtischen Plätzen untergebracht werden können.

„Wir haben schon damals einen Plan vorgelegt, wie die Nutzung der vorhandenen Plätze durch alle Vereine geregelt werden könnte - danach ist nichts weiter auf den Weg gebracht worden“, schreibt Möller in einer Stellungnahme. „Nur der Platz an der Weintrautstraße wurde von der Stadt verkauft und wird nun bebaut“, reagiert der Vorsitzende auf die indirekten Vorhaltungen Vaupels, der VfB Marburg versuche sich auf Kosten anderer Vereine zu sanieren.

Gespräche mit der Stadt seien „in großem Abstand“ geführt worden, sagte Möller. Sie seien ohne greifbares Ergebnis geblieben.

Laut Möller liegt ein Gutachten vor, das den Wert des Vereinsgeländers auf 100 Euro pro Quadratmeter schätzt. „Das wären genau die 935000 Euro, die im Kaufvertrag enthalten sind“, sagt Möller.

Die Stadt habe damals erklärt, sie könne nur einen Betrag zwischen 200000 und 280000 Euro bezahlen. „Wenn sie jetzt sagt, der Platz sei 1,4 bis 1,8 Millionen Euro wert, dann würden wir dieses Angebot gerne annehmen“, sagte Möller.

Das Vereinsheim stehe, wie mit der Stadt vertraglich vereinbart, dem Verein zur Verfügung. Gaststätte und Vereinsheim seien nicht Bestandteile des Kaufvertrages.

Im Kaufvertrag sei zudem ein Pachtvertrag enthalten, der mindesten bis Anfang 2016 die Nutzung des Platzes als Fußballplatz sichert. Eine Verlängerung ist vorgesehen. Es gibt also einige Jahre Zeit über Zukunftskonzepte zu reden.

„Wir wollen und werden keinen Verein in seinen Rechten und Ansprüchen negativ beeinflussen. Aber über Veränderungen in der Zukunft werden wir gern mit den Vereinen und der Stadt im Gespräch bleiben“, sagt Möller abschließend.

von Till Conrad

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