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Möbelspenden für Flüchtlinge

Stadt kooperiert mit Praxis GmbH Möbelspenden für Flüchtlinge

Spenden sind willkommen. Lediglich sehr große Möbelstücke, die nicht in Sozialwohnungen passen, können nicht angenommen werden.

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Fachdienstleiter Soziales Wolfgang Engler (von links), Fachbereichsleiter Peter Schmidt, Oberbürgermeister Egon Vaupel, Praxis-GmbH-Geschäftsführerin Gerlind Jäckle, Betriebsleiter Armin Löbbert und der Leiter des Gebrauchtmöbelkaufhauses Achim Heinicke wollen die Flüchtlinge in Marburg mit eingerichteten Wohneinheiten unterstützen.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Die Nachrichten sind voll davon, der Nahe Osten brennt, vielleicht schlimmer als je zuvor, vor allem in Syrien. Der Bürgerkrieg hat Hunderttausende zu Flüchtlingen gemacht, wovon einige bis nach Marburg gekommen sind. „Wer wie ich immer auf der Sonnenseite des Lebens gestanden hat, der kann sich das schlichtweg gar nicht vorstellen“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) während der Pressekonferenz zum Thema Möbelspenden für Flüchtlinge.

Möbel und Wohnraum sind natürlich ein großer Aspekt bei diesem Thema, weswegen die entsprechenden Beauftragten der Stadt sehr dankbar sind, die Praxis GmbH, die sich seit 25 Jahren mit der Organisation von Möbelspenden an Bedürftige beschäftigt, ab sofort als Partner mit im Boot zu haben. „Wir haben ja Übung darin, gespendete Möbel zu begutachten, abzuholen und am Zielort aufzubauen, außerdem verfügen wir auch über die nötige Lagerfläche“, erklärte Geschäftsführerin Gerlind Jäckle.

„Dabei können wir auch Spenden aus dem Landkreis annehmen und weiterleiten. Lediglich sehr große Möbelstücke, die nicht in Sozialwohnungen passen und Einbauküchen, können wir kaum annehmen.“ Sind die Möbel erst einmal eingesammelt, aufpoliert und aufgebaut, gibt es von der Praxis GmbH nun auch einen kleinen Willkommensaufkleber, auf dem „Welcome to Marburg!“ zu lesen ist.
OB Vaupel: Bürger sind bereit, die Ideen mitzutragen

„Es geht darum, diesen Menschen mit kleinsten Mitteln eine sichere Wohnatmosphäre anzubieten, schließlich kommen viele hierher, die völlig verstört sind,“ sagt Jäckle. Und Vaupel betont die Bedeutung dieses Engagements für das Selbstverständnis der Stadt Marburg: „Wir vertreten eine ganzheitliche Philosophie, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Leben in der Stadt dadurch bestimmt wird, wie wir mit den Schwächsten in der Gesellschaft umgehen.“

Die große Anzahl bisheriger Sachspenden beweist, dass die Bürger bereit sind, diese Idee mit zu tragen. Oberbürgermeister Vaupel wendet sich auch an mögliche Vermieter, die sich noch unsicher sind, ob sie Flüchtlinge aufnehmen sollen: „Wenn sie möchten, können sie die Verträge jederzeit mit der Stadt schließen, dann sind wir letztlich der Mieter und die Praxis GmbH kümmert sich um die komplette Einrichtung.“

  • Bürger können ab sofort unter Fluechtlinge@praxisgmbh.de ihre Spenden anmelden.

von Marcus Hergenhan

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