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Mobile Mini-Heizung für T-Shirts

Junge Forscherinnen Mobile Mini-Heizung für T-Shirts

Seit wenigen Wochen gilt die Elisabethschule offiziell als „Mint-freundlich“. Das ist nicht die einzige Auszeichnung, mit der sich die Schule schmücken kann.

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Emily (links) und Ellen entwickelten eine mobile Heizung für leichte Kleidung. Ihre Erfindung testeten sie mit einer Wärmebildkamera.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Die Teilnahme am Schülerwettbewerb von „Jugend forscht“ ist an der Elisabethschule schon seit Jahren Tradition und gehört fest ins Schulprogramm. Mehrfach räumten ausgewählte Schüler Preise bei dem Forscherwettbewerb ab. Auch im kommenden Jahr gehen die Jugendlichen mit so einigen innovativen Ideen ins Rennen.

Rund um Projektbereiche aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) haben sich fünf kleine Forscherteams der Mittelstufe zusammen getan. Darunter Emily und Ellen, die sich etwas ganz Besonderes für die kalte Jahreszeit ausgedacht haben: Sie entwarfen eine mobile Mini-Heizung für T-Shirts, „gegen das lästige Frieren im Winter“, erklärten die Nachwuchsforscherinnen.

Ihr „Heat-Over“ wärmt mithilfe von verdrahteten, auf Leitplatten gelöteten Resistoren die Kleidung und den Träger. Batterien oder Akkus liefern die nötige Energie. Der Clou: Das besonders leichte System ist auch für dünne Kleidungsstücke geeignet. Denn bauschige Winterjacken und Pullover behindern die Bewegungsfreiheit - weniger dick eingepackt sein zu müssen, ist da deutlich praktischer, finden die Schülerinnen.

Seit mehr als vier Wochen arbeiten die Mädchen an ihrer Idee, testen und analysieren weiterhin das beste Equipment, „um das System noch besser zu machen, es ist echt spannend“, berichtete Emily begeistert.

Helmholtz-Preis für Lehrer Dr. Stefan Purkl

Ihre Projekte gestalten die Jugendlichen selbstständig in den Pull-out-Kursen der Elisabethschule. Dort entwickeln besonders leistungsstarke Schüler zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien eigene Forschungsvorhaben, werden dafür teilweise vom Unterricht befreit. Ziel ist es, „eine andere Anregung“ zu bieten, besonders qualifizierten Jungen und Mädchen die naturwissenschaftlich-technischen Fächer noch näher zu bringen, lobte Schulleiter Tobias Meinel. Und das scheint zu funktionieren, gerade bei den Mädchen wächst das Interesse im Mint-Bereich seit Jahren zusehends, berichten die Lehrkräfte.

Betreut werden die Nachwuchsforscher von Lehrkräften wie Dr. Stefan Purkl, der die Schüler gemeinsam mit Kollege Patrick Eckert seit einigen Jahren begleitet. Als einer von bundesweit elf Lehrern wurde Purkl dafür kürzlich mit dem Helmholtz-Lehrerpreis ausgezeichnet. Die von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren vergebene Auszeichnung prämiert Lehrer, die sich als Projektbetreuer aktiv für die „Jugend forscht“-Arbeit einsetzen. „Ich freue mich sehr und bin unheimlich stolz auf euch“, gab Purkl das Lob an die fünf aktuellen Forscherteams weiter.

Die in den Projektkursen der Schule entwickelten Ideen und Modelle wollen die Teilnehmer im kommenden Jahr beim Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ vorstellen. Dort ist die Schule regelmäßig vertreten, erhielt in diesem Jahr den Schulpreis des Wettbewerbs.

Ebenfalls für ihr Engagement im naturwissenschaftlich-technischen Bereich wurde die Schule Anfang November vom Netzwerk der Mint-Initiative zur „Mint-freundlichen Schule“ zertifiziert. Die Auszeichnung ist Teil der Kampagne gegen den Nachwuchsmangel im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich und soll Unterricht und Lehre in den Mint-Fächern weiter stärken. „Auf dem Arbeitsmarkt herrscht ein großer Bedarf, eine wichtige Aufgabe für Schulen“, erklärt Meinel, der sich sehr über die Auszeichnung freut: „Was wir über Jahre aufgebaut haben, wird nun anerkannt - das ist ein Ansporn weiterzumachen“.

von Ina Tannert

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