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Mitreißende afrikanische Rhythmen

Afrikafestival Mitreißende afrikanische Rhythmen

So gar nicht afrikanisch gab sich das Wetter am Samstag beim Afrikafestival, das die Hilfsorganisation Terra Tech zu ihrem 25-jährigen Jubiläum in und um die Waggonhalle veranstaltete.

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Afrikaner, Europäer und sonstige Nationalitäten feierten ein fröhliches Fest miteinander.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Überrascht waren die Veranstalter und auch die Anbieter an den 18 Ständen des afrikanischen Marktes, dass trotz Regens und kühlen 14 Grad nach ihren Angaben etwa 2.000 Besucher kamen.

Diese fanden allerlei kunsthandwerkliche Produkte, Schmuck, Textilien und Speisen aus verschiedenen afrikanischen Ländern vor oder konnten ihre Haare landestypisch verschönern lassen. Rose Nyamache aus Hildesheim bot beispielsweise kenianische Tierfiguren aus Ebenholz, Rosenholz oder Teakholz, Mobiles aus Maisblättern und Specksteinskulpturen an.

Elisabeth Friedrich aus Gießen, die lange in Kapstadt lebte, präsentierte von Zulu-Frauen handgefertigten traditionellen Schmuck, von dem mittlerweile ein ganzes Dorf, Inchanga nahe Durban, lebe. Die Farben der Glasperlen hätten alle bestimmte Bedeutungen und bildeten ein Kommunikationssystem, mit dem man sich beispielsweise Liebesbriefe schreiben könne.

Im Café Rotkehlchen stellten Künstler aus Marburg und Umgebung Bilder mit afrikanischen Motiven aus, einige wurden zugunsten von Terra Tech versteigert.

Richtig warm wurde den Besuchern dann doch, als das musikalische Programm losging. Zur Einleitung stellte der stellvertretende Terra Tech-Vorsitzende Dr. Gangolf Seitz drei der aktuellen Hilfsprojekte in Sierra Leone, Eritrea und Swasiland vor, dann traten die Marburger Trommlerinnen des Kimba Djembé Orchestra auf die Bühne und spielten traditionelle westafrikanische Rhythmen mit eigenen Arrangements.

Echte Afrikaner, auch wenn diese in Cölbe wohnen, folgten darauf. „No Tears“, die seit 2009 auftretende Band um die aus Sambia stammenden Geschwister Oggie (Gesang, Gitarre), Tamara und Latricia Lauer (beide Gesang) verbreiteten mit Reggae-Rhythmen, aber auch poppigen und rockigen, meist von Bandleader Oggie selbst geschrieben Liedern, aber auch Klassikern von Bob Marley, beste Stimmung in der gut gefüllten Waggonhalle.

Der aus dem Senegal stammende Amadabo Diallo, der zuvor in zwei Workshops einen Einblick ins westafrikanische Trommeln geboten hatte, zeigte mit seiner Gießener „Groupe Jokko“, wie drei Trommler und ein Kora-Spieler (westafrikanische Stegharfe) und Sänger ganz schnell ganz viel Bewegung in ein großes Publikum bringen können. Vor der Bühne formierte sich zunächst ein Rundtanz, dann gab es solistische Tanzeinlagen, die kräftig bejubelt wurden.

Fortgesetzt wurde das fröhliche Fest von „Sidikie and the Contrybody“ aus Berlin mit afrikanischer Folklore. Zum Abschluss legte die Frankfurter DJ-Gruppe „Dubs Till Dawn“ Partymusik von Ska über Reggae bis zu Dancehall auf.

von Manfred Schubert

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