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„Miteinander funktioniert“

40 Jahre Vereinsgemeinschaft „Miteinander funktioniert“

Seit 40 Jahren besteht die Vereinsgemeinschaft Ockershausen, seit 35 Jahren ist die Alte Schule ein Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Stadtteil.

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Zahlreiche Ockershäuser aus 20 verschiedenen Vereinen feierten vor der Alten Schule in Ockershausen.

Quelle: Ina Tannert

Ockershausen. Neben Biertheke, Bratpartie und reichhaltigem Kuchenbuffet bot der Verband vor und in der Alten Schule eine Filmvorführung zur Festwoche von 1980 samt Fotoausstellung und Büchertisch.

20 Mitgliedsvereine sind unter dem Dach des Verbandes versammelt. Die kulturelle Vielfalt reicht von Sportvereinen wie dem TSV Ockershausen, über Schützen-, Dart-, Geselligkeits- wie auch dem Feuerwehrverein, dem Frauensingkreis, Männerchor, Burschenverein bis hin zu Ornithologen und Kleingärtnern. „Ockershausen ist ein idyllisches Dorf in der Stadt und verfügt über eine bunt gemischte Vereinslandschaft“, erklärte Vorsitzender Ralf Zimmermann. Die 1845 erbaute Alte Schule wird vom Verband seit 35 Jahren als Vereinsheim und Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Trägerschaft geführt, gilt als das gut frequentierte „Bürgerhaus von Ockershausen“. In Eigenarbeit bauten rund 70 freiwillige Helfer das denkmalgeschützte Gebäude in mehr als 6000 Arbeitsstunden um, schufen ein „sehr lebendiges, stets ausgebuchtes Haus“, berichtete Ortshistoriker Reinhold Drusel.

„Die Vereine sind das Rückgrat von Ockershausen“, hob er hervor. Ohne sie wäre das „politisch unmündig gewordene“ Ockershausen nach der Stadtteilgründung in Bedeutungslosigkeit versunken, die Gemeinschaft sorgte gleichfalls dafür, dass der Ort seine dörflichen Eigenarten bis heute bewahren konnte, betonte der Historiker. Querelen zwischen den Vereinen gibt es immer mal, aber „das Miteinander funktioniert“, man hilft sich gegenseitig, erklärte Zimmermann: „Nachbarschaft wird noch großgeschrieben“. Weniger Kontakt bestehe zwischen „Alt-Ockershausen“ und dem Stadtwald, „die Verbindung klappt nicht, es herrscht bedauerlich wenig Austausch“, bemängelt er. Dabei würden die Vereine ihre Reihen gerne mit Bewohnern aus „Neu-Ockershausen“ aufstocken.

von Ina Tannert

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