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Mit guter Laune und Regen in den Mai

Maieinsingen Mit guter Laune und Regen in den Mai

Nicht Jedermanns Geschmack traf das neue Konzept des Maieinsingens. Jugendliche hatten mit Live-DJ Chris Wacup ihren Spaß, viele ältere Marburger wünschten sich eine Live-Band.

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Viele junge Menschen tanzten auf dem Marktplatz.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Laute Musik und tanzende Menschen: Das gehört zum Maieinsingen dazu, Regen und Kälte allerdings weniger. Doch trotz des ungünstig einsetzenden Regens harrten viele Marburger am bunt beleuchteten Marktplatz aus, so dass dieser bis in die Nacht gut gefüllt blieb.

Getanzt und mit dem YouFM-Team mitgesungen wurde trotzdem, wenn auch oft unter den begrenzten Schirmplätzen.So gesehen passte die Musikauswahl, unter der sich neben viel Scooter auch „Don‘t worry“ von Macdon befand,  zur Situation.„Tanzen im Regen ist immer noch besser als in der WG herumzusitzen“, urteilte Lisa Teschler. „Immerhin hat das Festivalcharakter,“ ergänzte Anna-Lena Gruber.

Maisingen Marburg Marktplatz 01.Mai 2016 : Foto / Michael Hoffsteter

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„Das ist nicht mehr das Maieinsingen, wie wir es kennen. Das ist eine Disco-Party“, sagte eine Frau, die mit ihrem Ehemann den Abend dann doch lieber in der Kneipe verbringen wollte. Die Stadt hatte diesmal auf eine Live-Band verzichtet, um mit dem DJ des Jugendradiosenders YouFM eine breitere Zielgruppe zu erreichen, wie im Vorfeld verkündet worden war. Was fast „wie immer“ war, war das Singen um Mitternacht, diesmal aufgrund der Wahlen mit neuen Akteuren.

OB Thomas Spies fand kurz vor seinem ersten Gesangsauftritt klare Worte zum Wetter: „Naja ist halt scheiße, aber das Wetter ist ja auch eine überregionale Angelegenheit, da bin ich nicht zuständig!“ Die gute Laune ließ sich der Rathauschef ebenso wenig nehmen wie die Besucher. Da die Textsicherheit bei Volksliedern nicht mehr so garantiert ist wie früher, wurden Zettel mit den Strophen von „Der Mai ist gekommen“ verteilt.

Entsprechend sicher stimmten nach kurzen Anlaufschwierigkeiten die Gäste in den Gesang des OB mit ein und tatsächlich ließ zu diesem Zeitpunkt der Regen etwas nach. „Die Töne hat er eigentlich ganz gut getroffen, aber am Rhythmus muss er noch arbeiten“, so Studentin Kathi Knierin.

von Marcus Hergenhahn und Anna Ntemiris

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