Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Mit einfachen Mitteln: Aus für die Laus

Laus-Behandlung Mit einfachen Mitteln: Aus für die Laus

Kopfläuse kann jeder bekommen, trotz bester Körperpflege und täglichem Haarewaschen. Die lästigen Plagegeister werden meist übertragen, wenn Menschen die Köpfe eng zusammenstecken.

Voriger Artikel
22 361 Kinder-Porno-Bilder heruntergeladen
Nächster Artikel
Uni duldete rechtes Studentenkorps

Das Computerbild im Max-Planck-Institut in Leipzig zeigt eine Kopflaus. Sie piesacken ihre menschlichen „Gastgeber“ seit vielen tausenden von Jahren.

Quelle: Waltraud Grubitzsch

Marburg. Besonders häufig treten Kopfläuse in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen auf. Ein einziger Überläufer reicht aus, denn eine Laus legt täglich mehrere Eier. Meist werden Kopfläuse durch Juckreiz erkannt. „Dennoch ist im Einzelfall ein Fehlen dieses Symptoms nicht auszuschließen“, erklärt Ulrike Holl, Gesundheitsaufseherin beim Gesundheitsamt des Kreises Marburg-Biedenkopf.

Läuse sind flink und lichtscheu, sodass sie schwer zu finden sind. Das Gesundheitsamt empfiehlt, nach den weißlichen, etwa stecknadelkopfgroßen Eiern (Nissen) zu suchen, die seitlich am Haar kleben. Bei der Suche nach Nissen rät das Gesundheitsamt, die Haare mit einem Nissenkamm Strähne für Strähne durchzukämmen. Das Ganze sollte nach einer Haarwäsche mit Spülung wiederholt werden.

Läuse und Larven sich abtöten

Werden Kopfläuse entdeckt, können sie mit speziellen Mitteln behandelt werden. Bei korrekter Anwendung werden Läuse und Larven sicher abgetötet. Die in den Nissen geschützt liegenden Jungläuse können die Behandlung allerdings überleben und ausschlüpfen. Das Gesundheitsamt rät daher zu einer erweiterten Behandlung (siehe Kasten).

Wenn durch das Kratzen Wunden auf der Kopfhaut entstanden sind, sollte ein Arzt aufgesucht werden, ansonsten kann selbst behandelt werden, beziehungsweise bei Kindern durch die Eltern. Vorbeugende Mittel gegen Kopfläuse gibt es nach Angaben des Gesundheitsamts nicht, „auch wenn dies oft behauptet wird“.

„Im Fall des Auftretens von Kopfläusen in Gemeinschaftseinrichtungen berät das Gesundheitsamt die Eltern beziehungsweise die Einrichtung und legt die notwendigen Maßnahmen zur Behandlung beziehungswese zur Verhinderung der Weiterverbreitung fest“, so Ulrike Holl. Somit müssen die Leitungen von Kindergärten oder Schulen über den Befall von Kopfläusen informiert werden. Diese melden es dann dem Gesundheitsamt.

Kinder mit Kopfläusen müssen zu Hause bleiben

„Etwa ein- bis zweimal im Jahr haben wir mit Kopfläusen zu tun“, sagt Kindergartenleiterin Erika Völker aus Cölbe. Mal stellen es die Eltern fest, mal fällt es im Kindergarten auf. „Wenn ein Kind Läuse hat, untersuchen wir alle Köpfe“, sagt Erika Völker. Kinder, die mit Läusen befallen sind, müssen zu Hause bleiben. „In der Apotheke gibt es gute Mittel, sodass das heute kein Drama mehr ist“, sagt Erika Völker. Allerdings dürfen die Kinder erst wiederkommen, wenn sie ein ärztliches Attest haben, das die Lausfreiheit bescheingt.

Treten Läuse auf, wird mit einem Aushang im Kindergarten darüber informiert. „Es gibt Mütter, die nehmen solange ihre Kinder aus der Einrichtung“, sagt die Leiterin. Sie selbst gerät bei Läusen nicht in Panik. „Ich war auch in meiner langjährigen Dienstzeit noch nie befallen.“

Behandlung
1. Tag: Behandlung mit zugelassenem Mittel gegen Kopfläuse gemäß Anleitung. „Nasses“ Auskämmen (der zuvor mit Haarpflegespülung eingeschäumten Haare) mit Nissenkamm.
2. Tag: „Nasses“ Auskämmen (der zuvor mit Haarpflegespülung eingeschäumten Haare) mit Nissenkamm.
Tag 8, 9 oder 10: 2. Behandlung: (wie Tag 1)
Tag 13: „Nasses“ Auskämmen (der zuvor mit Haarpflegespülung eingeschäumten
Haare) mit Nissenkamm.
Tag 17: Eventuell eine letzte Kontrolle durch Haarspülung und nasses Auskämmen der Haare mit dem Nissenkamm.
 
 

von Heike Horst

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr