Eine Mitarbeiterin eines Pharmakonzerns demonstriert in einem Sicherheitslabor die Produktion eines Impfstoffes gegen die sogenannte Schweinegrippe. Deutschland plant, im Herbst zunächst 22,5 Millionen Menschen impfen zu lassen. Die Krankenkassen bestimmen und benachrichtigen zunächst diejenigen Versicherten, die in der ersten Impfwelle zum Zuge kommen sollen.
Marburg. Die Kreisverwaltung teilte am Dienstag in Marburg mit, dass zwei Frauen und zwei Männer aus dem Westkreis und aus dem Ostkreis unter den passenden Symptomen litten und sich ärztlich untersuchen ließen. Die Testergebnisse waren positiv. Beide erkrankten an dem Virus, das die nun offiziell Neue Grippe genannte Krankheit auslöst.
Eine der erkrankten Personen war zuvor von einer Mallorca-Reise zurückgekehrt, eine andere war zuvor ebenfalls in Spanien gewesen.
Die Frauen und der Männer wurden zu Hause isoliert. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sei derzeit nicht erforderlich, berichtete die Kreisverwaltung. Mit diesen beiden Neuerkrankungen steigt die Zahl der Grippefälle im Landkreis auf sechs.
Seit April sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 700 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Somit sei die Zahl der Todesopfer seit Anfang Juli um fast 300 gestiegen, teilte die WHO mit.
Auf Mallorca und den übrigen Ferieninseln der Balearen stieg die Zahl der Schweinegrippe-Fälle an. Das Virus wurde nach Angaben des balearischen Gesundheitsministeriums bei mehr als zwei Dutzend Menschen nachgewiesen. In ganz Spanien stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf fast 1.300, in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf knapp 1.500.
von Carina Becker
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