Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Mit "Manni" die Lahn hinauf und hinab

Rudersaison eröffnet Mit "Manni" die Lahn hinauf und hinab

Gelb, schlank, schnittig: Das neue Auslegerkanu des Marburger Ruder-vereins wurde auf denNamen "Manni" getauft.

Voriger Artikel
„Wir müssen nicht zurück in die Höhlen“
Nächster Artikel
Massen strömen in die Grabeskirche

Thomas Walter (links) taufte das Boot „Manni“ zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Daniel Riechmann.Foto: Ina Tannert

Gisselberg. Ein buntes Treiben herrschte am Sonntag an und auf der Lahn bei Gisselberg. Der Marburger Ruderverein von 1911 feierte die Einweihung seiner neuen Errungenschaft. Der schlanke, etwa sieben Meter lange „outrigger“ ist der ganze Stolz der Paddelabteilung und ergänzt nun das Vereinsrepertoire von rund 30 Booten.

Der kleine Zweisitzer besitzt an einer Seite einen Ausleger, der das Kanu stabilisiert. Durch eine leichte Konstruktion aus Glasfaser bringt das Paddelboot nur 40 Kilogramm auf die Waage. Mit voller Kraft schafft es etwa 15 Kilometer pro Stunde. Ihr Können mussten Boot und Fahrer während der Einweihungsfeier auch gleich beweisen. Das Interesse an der Bootstaufe samt Feier war groß, rund 90 Gäste säumten Wiese und Bootssteg neben dem Vereinshaus an der Lahn und schauten dem Spektakel zu.

„Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“

Während einer kurzen Zeremonie taufte Vereinsmitglied Thomas Walter das Boot auf den Namen „Manni“. Der Wassersportler wird das Auslegerkanu in Zukunft am häufigsten nutzen, die Lahn hinauf und hinab fahren, mit „Allzeit guter Fahrt und immer einer Handbreit Wasser unter dem Kiel“, so lautet der offizielle „Ruder-Segen“. Nach der Sekt-Dusche konnte der frisch getaufte „Manni“ unter dem Applaus der Vereinsmitglieder zu Wasser gelassen werden. Thomas Walter und Paddelkollege Martin Spät legten sich kräftig ins Zeug. Die erste Fahrt verlief reibungslos. Nach und nach folgten weitere Boote des Vereins. Sowohl die älteren Wassersportler wie auch die Kindergruppen ließen ihre Gefährte zu Wasser. Mit der folgenden, traditionellen Bootsparade des Vereins wurde das neue Kanu schließlich offiziell von der Ruderfamilie aufgenommen.

Unter den insgesamt zehn verschiedenen Ruder- und Paddelbooten, einschließlich des großen 20-sitzigen Drachenbootes des Vereins machte das neue kleine Auslegerkanu eine gute Figur. So neu ist Manni jedoch nicht mehr, die Jungfernfahrt liegt schon länger hinter dem Boot. Das Kanu wurde bereits vor etwa zwei Jahren für rund 2500 Euro vom Verein erworben und ist seitdem regelmäßig auf dem Wasser. Die Neuanschaffung war dringend nötig, der Bedarf nach weiteren Ruder- und Paddelbooten wächst in letzter Zeit enorm, sagte der Vorsitzende Daniel Riechmann. Mittlerweile hat der Ruderverein rund 340 Mitglieder - Tendenz steigend. Insbesondere im Kinder- und Jugendbereich hat das Interesse stark zugenommen.

Seit vergangenem Jahr fördert der Verein intensiv den Bereich Jugendsport, arbeitet mit Schulen zusammen und veranstaltet regelmäßige Schnupperkurse. Mit Erfolg: „In letzter Zeit sind viele Nachwuchsruderer zu uns gekommen“, berichtete Riechmann. Diese ergänzen die verschiedenen Abteilungen des Vereins. Neben vielen reinen Freizeitsportlern gehören den Marburgern auch zahlreiche Profiruderer an, die täglich auf der Lahn rudern, mit dem Nachwuchs trainieren und regelmäßig an bundesweiten Wettkämpfen teil nehmen.

von Ina Tannert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr