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Mit Hujaja feiern Ketzerbächer vier Tage lang

Bachfest Mit Hujaja feiern Ketzerbächer vier Tage lang

Mit dem 150. Bachfest feierte die Ketzerbachgemeinde an vier Tagen ihre Erfolgsgeschichte mit einem Festkonzert in der Elisabethkirche, einer Feierstunde im Rathaus und viel Livemusik auf dem Boulevard

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Volksfeststimmung herrschte an der Festmeile neben dem Wasserband an der Ketzerbach. Mehrere Bands sorgten dort für Unterhaltung bei den Festgästen.

Quelle: Lisa Kroggel

Marburg. „Aufmerksame und wachsame Bürger“ waren es, wie Detlev Scharlau, der Präsident der Ketzerbachgesellschaft, im Rathaussaal stolz verkündete. Er erinnerte damit an die mutigen Ketzerbächer Bürger, die sich im Jahr 1859 nach 13 Jahren Kampf gegen den Magistrat der Stadt Marburg durchgesetzt hatten und so die Überwölbung des Ketzerbachs erreicht hatten. Denn dieser war eine gefährliche „offene Kloake“ inmitten der zentralen Straße, die als Eingangsportal zur Elisabethkirche gilt.

Aber auch heute sind viele Ehrenamtliche für ihren Stadtteil aktiv, wie der OB Egon Vaupel am Freitag im Rathaus betonte. Denn der Magistrat könne nur den „Rahmen“ geben für die Entfaltung der Stadtteile. Diese Gestaltung der Stadtteile sei nur durch das stetige ehrenamtliche bürgerliche Engagement möglich, sagte Vaupel. Daher wurden am Nachmittag vier langjährige aktive Ketzerbächer zu Ehrenbürgern ihres Stadtteils ernannt und mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen und dem historischen Stadtsiegel der Stadt Marburg feierlich geehrt.

Die Stimmung im schwülen historischen Rathaussaal erreichte ihren festlichen Höhepunkt, als Vaupel das traditionelle „Hujaja“-Lied der Ketzerbächer falsch betonte und somit den ganzen Saal zu einer fröhlichen Demonstration des Musikstücks brachte. Die sich stetig und zuletzt 2008 durch die Errichtung des „Kaskadenbachs“ wandelnde Optik des Stadtteils Ketzerbach ließen die Anwesenden anschließend anhand einer DVD-Show Revue passieren, bevor die Festgesellschaft zum Fassanstich am Festplatz marschierte.

von Lisa Kroggel

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