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Mit Glasfaser „am Puls der Zeit“

Netzausbau Mit Glasfaser „am Puls der Zeit“

25 000 Haushalte werden bereits bis Ende dieses Jahres ans Netz gehen, wurde bei einer Baustellenbesichtigung bekannt gegeben.

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Unter Anleitung von Frank Bothe (rechts) durfte Oberbürgermeister Egon Vaupel am neuen Multifunktionsgehäuse am Erlenring ein Glasfasernetz verschweißen.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Möglich macht das die Verlegung von insgesamt 95 Kilometern Glasfaser und der Überbau von 119 Multifunktionsgehäusen, in denen die Kabel verzweigt werden, durch die Deutsche Telekom.

„Diese Stadt ist am Puls der Zeit“, freute sich Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bei einer Baustellenbesichtigung am Erlenring.

Schnelles Internet sei für eine Stadt wie Marburg existenziell, betonte das Stadtoberhaupt. Universität, die großen Pharmaunternehmen und auch kleinere Firmen brauchten es, um große Datenmengen weiterleiten zu können. „Andernfalls wäre der Wirtschaftsstandort gefährdet.“

Aber auch Privathaushalte müssten angeschlossen sein, schließlich gebe es inzwischen keine Generation, die nicht das Internet nutze. „Irgendwann läuft alles nur noch, wenn man an die Tastatur geht.“ Und neben den Stadtwerken sorge jetzt die Telekom dafür, dass es überall verfügbar wird.

Vaupel hob hervor, dass der Stadt Marburg durch den Ausbau keine Kosten entstehen, für die Finanzierung sorge die Telekom. Der Oberbürgermeister, der Leiter der Technik-Niederlassung Südwest, Frank Bo-the, und Irene Erbe, Leiterin Infrastruktur Vertrieb Region Mitte der Telekom, lobten die gute Zusammenarbeit.

„Gemeinsam machen wir die Universitätsstadt zukunftsfähig“, sagte Vaupel. Die Gespräche im Vorfeld seien von großem gegenseitigen Vertrauen geprägt gewesen, so Bothe, und Erbe verwies darauf, dass, nachdem die Arbeiten im Landkreis weitestgehend abgeschlossen seien, nun auch die Universitätsstadt dran sei. „Wir führen den Weg weiter“, versprach sie, denn die technische Entwicklung gehe auch weiter. „Eine zukünftige Verbesserung braucht aber keine Baumaßnahmen mehr, dann werden nur noch Chips ausgetauscht.“

Telekom: Kunde muss selbst aktiv werden

Für die Verlegung der Glasfaserkabel seien 30 Kilometer Tiefbauarbeiten nötig, von denen etwa die Hälfte bereits erfolgt ist, so Bothe. Der Rest könne durch Leerrohre verlegt werden. „Wir liegen gut im Zeitplan“, betonte er. Bis Ende des Jahres würden die meisten Bürger bereits die neuen Produkte nutzen können. Anfang nächsten Jahres werden dann noch etwa 9000 Haushalte in Wehrda, Bortshausen und Ronhausen hinzukommen.

Durch die Baumaßnahmen und die ausgebauten Multifunktionsgehäuse werde das Netz im Vorwahlbereich 06421 Vectoring-fähig, so Bothe. Vectoring ist seiner Auskunft nach ein Datenturbo für das VDSL-Netz (Very Highspeed Digital Subscriber Line). Im Vergleich zum herkömmlichen Anschluss verdopple sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, beim Heraufladen vervierfache es sich auf bis zu 40. Und zukünftig könnten es noch deutlich mehr werden.

Alle Kabelverteilergehäuse würden ans Glasfasernetz angeschlossen, versprach Bothe, und dieses dort auf bestehende Kupferkabel übertragen und das Vectoring eingesetzt, damit das Signal nicht an Geschwindigkeit verliert. Bauliche Maßnahmen an Haus und Wohnung seien nicht nötig. Der Kunde, so Bo-the weiter, könne jedoch nicht automatisch das neue Produkt der Telekom nutzen, sondern muss selbst aktiv werden.

Infos und Registrierung auf www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland, über die kostenlose Hotline 0800/3303000 oder im Telekom-Shop. Außerdem sind Bürgerinformationsveranstaltungen geplant: 17. Dezember in Cappel, 12. Januar in der Marbach, 13. Januar in Cyriaxweimar, 22. Januar in Wehrshausen und 29. Januar in Ockershausen.

von Heiko Krause

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