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Mit 63 Jahren fängt die Ratsarbeit an

Kreisseniorenratswahl Mit 63 Jahren fängt die Ratsarbeit an

„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, sang einst Schlagerstar Udo Jürgens. Es darf im Landkreis Marburg-Biedenkopf auch gerne drei Jahre früher sein, um sich im Kreisseniorenrat zu engagieren beziehungsweise um diesen zu wählen.

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Die Ausgestaltung von Radwegen, abgestimmt auf die Belange von älteren Menschen, besondere Fragen zur Verkehrssicherheit und zur Pflege, aber auch das gesellige Angebot sind nur einige der Themen, die im Seniorenrat diskutiert werden können.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Das gleich mal vorweg: Der Kreisseniorenrat ist kein parteipolitisches Gremium. Parteizugehörigkeit, falls überhaupt bei den Kandidaten vorhanden, spielt für die Arbeit im Kreisseniorenrat absolut keine Rolle. Hier geht es allein darum, sich für die Belange von Menschen, die sich in ihrem dritten Lebensabschnitt befinden, einzusetzen und die Wünsche und Anregungen an den Kreistag beziehungsweise Kreisausschuss mit einer Empfehlung heranzutragen.

Thematisch soll es um die Lebenswelt der Menschen ab 63 Jahren gehen, inhaltlich sind dem Gremium kaum Grenzen gesetzt. Es geht darum, was interessiert, was die Menschen bewegt, was sie beispielsweise in ihrem Lebensumfeld benötigen, um auch im fortgeschrittenen Alter noch möglichst lange selbstbestimmt zu Hause wohnen zu können.

Es geht dabei auch um soziale Teilhabe, um Treffpunkte, um Mobilität, aber gerne auch um Spezialthemen wie ­etwa ­eine kultursensible Pflege. Dabei geht es um den Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen, die aus anderen Kulturkreisen stammen.

Die Kommunen im Landkreis, in denen alle 46307 Wahl­berechtigten und die Kandidaten wohnen, haben in den vergangenen Jahren die Belange ihrer älteren Mitbürger immer mehr als einen Auftrag verstanden, etwas anzubieten: Über Bürgerhilfevereine oder über feste Ansprechpartner in den Verwaltungen wurde Seniorenarbeit mehr und mehr ausgestaltet. Neben den Vereinen, Städte- und Gemeindeparlamenten, hat sich auch der Kreistag als nächsthöhere kommunalpolitische Einrichtung der Seniorenarbeit angenommen.

Wahl bis zum 21. Januar

Kreissprecher Markus Morr sagt dazu: „Mit der Einrichtung des Kreisseniorenrats wird das Ziel verfolgt, einen aktiven kommunalpolitischen Dialog zwischen Seniorinnen und Senioren, den politischen Gremien des Kreises und den Einrichtungen im Bereich Altenhilfe zu fördern. Insbesondere wird angestrebt, dass Senioren ihre besonderen Interessen und Bedürfnisse einbringen, die geeignet sind, die Lebensqualität im Alter zu verbessern.“

Da lässt sich doch einiges machen, oder? Also, die Kandidaten sind da, die Wahlberechtigten sind alle im Besitz ihrer Wahlunterlagen und können jeweils den Kandidaten oder die Kandidaten aus ihrer Kommune wählen. Die Zielsetzung ist es, dass aus möglichst allen Kommunen mindestens ein Vertreter in den Kreisseniorenrat gesendet wird. Dieses Vorhaben ist allerdings schon im Vorfeld der Wahl gescheitert, weil es aus Neustadt, Steffenberg und Ebsdorfergrund keine Meldungen für eine Kandidatur gab.

Vielleicht ändert sich das ja, wenn dort auch zur Kenntnis genommen wird, dass der Kreisseniorenrat ein wertvolles beratendes Gremium auf Kreisebene sein kann. Das wird die Zukunft zeigen.

Wer bereits seine Wahlunterlagen ausgefüllt und an den Kreis zurückgeschickt hat, muss nichts mehr tun. Wer die Unterlagen noch zu Hause hat, sollte sich vielleicht am Wochenende mal die Zeit dafür nehmen, denn die Briefwahlunterlagen müssen bis Donnerstag, 21. Januar, 18 Uhr beim Wahlamt des Kreises eingegangen sein.

Die Kandidaten

Amöneburg: Hildegard Kräling.

Angelburg: Gerhard Teutsch.

Bad Endbach: Klaus-DieterEckel.

Biedenkopf: Brigitta Lep-pers.

Breidenbach: Heinz Blöcher, Werner Reitz.

Cölbe: Eckhard Heym.

Dautphetal: Günter Grebe, Klaus Strüber.

Fronhausen: Herbert Bodenbender.

Gladenbach: Jakob Müller.

Kirchhain: Herbert Land­messer, Adelheid Sauer, Manfred Schmidt.

Lahntal: Harald Michael.

Lohra: Hans Joachim Dörr, Sigrid Ganz.

Marburg: Lucia Bodenhausen-Foitzik, Hans-Jürgen Gremm, Baldur Heit, Dr. Theresa Jacobi, Hildegard Mende, Konrad Weiershäuser.

Münchhausen: Brigitte Adler-­Zaffke,

Rauschenberg: Werner Linker.

Stadtallendorf: Helmut Heyn, Reinhard Kauk, Erika Sebastiani, Lothar Walden, Bernd Waldheim.

Weimar: Jörg Penndorf, Dr. Horst Tritschler.

Wetter: Marie-Luise Luhmann. Edeltrud Weber.

Wohratal: Helmut Becker.

Weiterführende Informationen zu den Kandidaten gibt es auf der Homepage des Landkreises unter www.marburg-biedenkopf.de. Wer noch Fragen hat, kann sich bei der Stabsstelle Altenhilfe, Anita Bandur, Telefon 06421/4051280 melden oder beim Wahlamt, Stephan Donath, Telefon 06421/4051241, informieren.

von Götz Schaub

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