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Miraculix kocht an der Wohra

Ferienspiele in Wohratal Miraculix kocht an der Wohra

Zwei ereignisreiche Wochen erlebten 78 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren während der Wohrataler Ferienspiele unter dem Motto „Antike Olympiade“.

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Zum Gruppenfoto versammelten sich die Ferienspielkinder vor dem Spielmobil auf dem alten Sportplatz. Foto: Karin Waldhüter

Wohra. In ein kleines gallisches Dorf hatte sich am Donnerstagmorgen die Hofreite verwandelt: Wie bei Asterix und Obelix drehte sich während eines aufwändig gestalteten Rollenspiels alles um die Zubereitung eines Zaubertrankes.

An sieben unterschiedlichen Stationen galt es, die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen und dabei für den Druiden Miraculix alle Zutaten des Zaubertranks zu sammeln. Dabei waren die Betreuer in die Rollen des Majestix, Wurstifix, Verleihnix oder des Sehers geschlüpft, wurden zum Schmied, gaben als Koch ein Rezept an die Kinder weiter oder verwandelten sich in einen Löwen, bei dem es galt, ein Löwenhaar einzusammeln.

Zum gemeinsamen Spielen, Basteln und Frühstücken boten der große Saal und der Hof vor und um die Hofreite genügend Platz. Zudem standen Dachgeschoss-Räume und eine Garage für verschiedene Aktivitäten bereit. Auch der Weg zum alten Sportplatz, dort hatte das Spielmobil seinen Platz gefunden, war nicht weit.

Um das Programm, das täglich gegen 13 Uhr zu Ende ging, möglichst abwechslungsreich zu gestalten, hatten sich die Betreuer wieder einiges einfallen lassen. So standen zwei Schwimmbadbesuche in Gemünden, ein aufwändig organisiertes „Chaos-Spiel“, das Bauen von Schutzschildern aus Holz und das Kreieren und Bemalen von verschiedenen Gegenständen aus Paperclay auf dem zweiwöchigen Programmplan.

Seit nunmehr 18 Jahren betreut Hans Werner Heckmann die Ferienspiele der Gemeinde Wohratal. Unterstützt wurde er in diesem Jahr von elf Betreuern - Schülern und Studenten im Alter von 16 bis 22 Jahren, von denen viele zum wiederholten Male mit dabei waren. Die Hofreite sei für eine so große Zahl von fast 80 Ferienspielkindern der optimale Ort, betonte Heckmann. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir Spaß“, unterstrich er. Dennoch sei es langsam an der Zeit die Nachfolge ins Auge zu fassen, so der 58-jährige Krankenpfleger, der hervorhob, die Arbeit noch zwei weitere Jahre machen zu wollen.

Besonders freute ihn, dass in diesem Jahr auch erstmals Kinder von in Wohra lebenden Asylbewerbern gekommen seien. „Die Kinder sind sehr gut aufgenommen und integriert worden“, betonte Heckmann, der alljährlich seinen Urlaub nutzt, um die Ferienspielkinder zu betreuen. „Die Strukturen in den Familien haben sich geändert. Es gibt viele Alleinerziehende, die nicht sechs Wochen Urlaub machen können. Hier sind die Kinder gut aufgehoben“, beschreibt Heckmann seine Motivation. „Die Kinder sind dankbar, sie freuen sich schon auf den nächsten Tag“, fasste er zusammen.

Zum wiederholten Male ist auch die neunjährige Pia dabei. Sie kommt aus Halsdorf und ist gerne bei den Ferienspielen, genau wie einige Kinder aus Josbach und Bürgeln. Am letzten Tag der Ferienspiele stand eine Wanderung durch den Wald nach Langendorf mit Spielstationen und anschließendem Grillen auf dem Programm.

von Karin Waldhüter

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