Die Sprachwissenschaftler (von links:) Professorin Christina Kauschke, Professor Jürgen Erich Schmidt und Professorin Ina Bornkessel-Schlesewsky stellten ihren Forschungsverbund vor.
Marburg. Die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann hatte am Donnerstagabend bei ihrem Besuch in Marburg zwei große Umschläge mit dabei, die jeweils Schecks in Millionenhöhe enthielten. Entsprechend freudig war die Miene des Marburger Uni-Vizepräsidenten Professor Frank Bremmer, als er im Hörsaal des Orientzentrums die beiden Umschläge entgegennehmen durfte.
Allerdings erhält das Uni-Präsidium die Fördersumme in Höhe von 4,4 Millionen Euro nicht zur freien Verfügung. Stattdessen ist das Geld zweckgebunden: mit drei Millionen Euro wird das Projekt „Fundierung linguistischer Basiskategorien“ für die Jahre 2012 bis 2014 finanziert. Mit 1,4 Millionen wird der bereits ab 2008 geförderte Forschungsschwerpunkt „Tumor und Entzündung“ noch für ein Jahr von der Landesregierung gefördert.
Während sich der Vizepräsident bei der Ministerin für die Scheckübergabe bedankte, sieht die Studierendenvertretung die Förderung kritischer. Die Ministerin sei für die hochschulpolitische Misere mitverantwortlich. Daran könnten auch die „Almosen“ nichts ändern, die sie der Marburger Universität über das Landesförderprogramm „Loewe“ zukommen lasse, kritisierte Jamal Lutz vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) in einer Pressemitteilung.
von Manfred Hitzeroth
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