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Millionen für junge Forscher

Förderung Millionen für junge Forscher

Das Graduiertenkolleg von Chemikern und Physikern aus Marburg und Gießen wird weiter mit 4,9 Millionen gefördert.

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Angehörige des mittelhessischen Graduiertenkollegs synthetisierten unter anderem ein Material, mit dem sich gerichtetes weißes Licht erzeugen lässt.

Quelle: Nils W. Rosemann

Marburg. Großer Erfolg für den Forschungscampus Mittelhessen: Mittelhessische Promovierende aus Chemie und Physik forschen weiterhin zur „Funktionalisierung von Halbleitern“. Das Graduiertenkolleg zu diesem Thema erhält nochmals 4,9 Millionen Euro für die nächsten viereinhalb Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Dies teilte die Marburger Uni-Pressestelle jetzt mit. Die Förderorganisation richtete das Kolleg im Jahr 2012 an der Philipps-Universität ein. Für die erste Förderperiode gab es für eine Finanzierung in Höhe von 4,5 Millionen Euro. „Dass die DFG die Weiterführung des Graduiertenkollegs bewilligt hat, ist eine schöne ­Anerkennung für unsere Nachwuchsförderung“, freut sich der zuständige Marburger Uni-Vizepräsident Professor Michael Bölker.

Die Nachwuchsforscher aus Gießen und Marburg verfolgen mit ihren Projekten das Ziel, Halbleiter mit neuartigen Materialien oder Strukturen zu kombinieren, so dass das Gesamtsystem die gewünschten Eigenschaften erhält. „Dies eröffnet neue Anwendungsfelder in der Elektronik und der Photonik“, sagt die Marburger Physik-Professorin Kerstin Volz, Sprecherin des Graduiertenkollegs.

Unterstützt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft richtete die Universität unter anderem zwölf Promotionsstellen ein. „Unsere Doktoranden erzielten in der ersten Förderperiode bemerkenswerte wissenschaftliche Fortschritte“, erläutert Volz. Dazu zählt sie beispielsweise die Synthese neuartiger Clustermoleküle sowie den Nachweis, dass diese Cluster gerichtetes weißes Licht erzeugen können. Die gemeinsame Erfindung aus Marburg und Gießen kombiniert die Vorzüge von weißen Leuchtdioden und Laser.

Die Doktoranden werden von etablierten Wissenschaftlern betreut und trainieren ihre Teamfähigkeit, Präsentationstechniken, rhetorisches Geschick, sowie Zeit- und Projektmanagement. An dem Graduiertenkolleg beteiligt sind 13 Arbeitsgruppen der Marburger Universität sowie drei der Universität Gießen.

Ziel der Graduiertenkollegs ist es allgemein, Promovierende intensiv auf den wissenschaftlichen Arbeitsmarkt vorzubereiten und ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

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