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Messerstecherin muss acht Jahre hinter Gitter

Prozess gegen Messerstecherin Messerstecherin muss acht Jahre hinter Gitter

Die Schwurgerichtskammer am Marburger Landgericht verurteilte heute eine 27-jährige Jurastudentin wegen der Tötung der Partnerin ihres Ex-Freundes zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren.

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Die Angeklagte versetckt sich hinter einem Ordner und ihrem Verteidiger Sascha Marks.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Am Morgen des 26. März dieses Jahres hatte die Angeklagte das Opfer, eine 29-jährige Studentin vor einem Wohnhaus im Marburger Südviertel mit 36 Messerstichen getötet. Anschließend versuchte sie, sich mit 29 Schlaftabletten umzubringen.

Die Tötung wertete die Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Dr. Carsten Paul heute als minderschweren Fall des Totschlags, begangen im höchstgradigen Affekt und im Zustand verminderter Schuldfähigkeit. In seiner Urteilsbegründung folgte Paul dem Plädoyer von Staatsanwalt Nicolai Wolf, der sich auch auf das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen Dr. Wolfgang Kloß gestützt hatte. Wesentliche Merkmale, für das Urteil Mord wie Heimtücke oder niedere Beweggründe sahen Staatsanwalt Wolf und Richter Paul als nicht gegeben an.

 

Anwältin Elke Edelmann hatte als Vertreterin der Nebenklage im Namen der Eltern der Getöteten eine Verurteilung wegen Mordes gefordert. Aus ihrer Sicht habe die Angeklagte das Opfer gezielt töten wollen,  weil sie ihr im Weg gestanden sei.

Mit Unverständnis reagierten die Eltern und Freunde der Getöteten  auf die Urteilsverkündung und verließen teilweise mit empörten Zwischenrufen den Gerichtssaal. Verteidiger Sascha Marks hatte auf eine niedrigere Freiheitsvon sechs Jahren plädiert – auch wegen Totschlags.

Einen ausführlichen Bericht lesen sie hier

von Manfred Hitzeroth

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