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Messerstecher muss sechs Jahre ins Gefängnis

Bandidos-Prozess Messerstecher muss sechs Jahre ins Gefängnis

Der Desbarado-Messerstecher muss sechs Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Marburg hat den 23-jährigen, teilgeständigen Täter am Mittwoch wegen zweifachen versuchten Totschlags verurteilt.

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Das Schwurgericht um Dr. Carsten Paul (Mitte) gab am Nachmittag das Urteil im Bandidos-Prozess bekannt.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haftstrafe für das Mitglied des Motorradklubs „Bandidos“ gefordert, die zwei Nebenklage-Vertretungen schlossen sich diesem Strafmaß-Verlangen an. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch, da Zeugen sich abgesprochen hätten, Aussagen unglaubwürdig und die Ermittlungen einseitig und fehlerhaft geführt worden seien. Zudem habe der Angeklagte die Messerattacke gestanden, sei nicht vorbestraft und zum Tatzeitpunkt stark betrunken (laut Gutachten zwischen zwei und 2,5 Promille) gewesen.

In der Urteilsbegründung schloss sich der Vorsitzende Richter Dr. Carsten Paul weitgehend den Schilderungen von Staatsanwalt Nicolai Wolf an. Demnach sei der 23-Jährige bei seinem Vorhaben „überlegt und Zielgerichtet“ vorgegangen.

Dass belege auch die Tatsache, dass der Täter gegenüber Bandidos-Freunden den Messer-Angriff kurz vorher ankündigte. Der Angreifer habe den Rauswurf aus dem Oberstadt-Klub Desbarado im August 2014 nicht akzeptiert. Zuhause habe dieser sich dann mit Messer, Schlagstock und Reizgas bewaffnet, mit dem Ziel, seine Opfer – zwei Türsteher (30, 35) – zu verletzten und dabei deren „Tod billigend in Kauf genommen“. Dass beide Opfer keine noch schweren, gar tödlichen Verletzungen erlitten hätte, sei „ein glücklicher Umstand“.

von Björn Wisker 

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Gutachten ergibt: "Die Opfer haben Glück gehabt"

Die Stichverletzungen, die ein Bandidos-Mitglied (23) zwei Türstehern (30, 35) zugefügt hat, waren nicht lebensgefährlich.

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