Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
„Mensch-ärgere-dich-nicht“ und Warten, bis es los geht

Fluthilfe Marburg „Mensch-ärgere-dich-nicht“ und Warten, bis es los geht

Der erste Tag im Hochwassergebiet gehörte dem Ankommen - und dem Warten. Die Helfer aus dem Landkreis erreichten um 5 Uhr morgens Dresden. Und warten seitdem auf den Einsatzbefehl.

Voriger Artikel
Zwei Einheiten helfen auch Herzpatienten
Nächster Artikel
Sally Perel war ein jüdischer Hitler-Junge

Diese mobile Küche des Deutschen Roten Kreuzes sorgt für die Helfer aus dem Landkreis, die in Dresden in einer Turnhalle untergebracht worden sind.

Quelle: Stephan Schienbein

Marburg. In der großen Kolonne waren insgesamt 30 Fahrzeuge am Montagabend vom Kreishaus aus nach Sachsen aufgebrochen. Gegen 5 Uhr kamen die Helfer in Dresden an und mit anderen Einsatzkräften in einer Turnhalle im Stadtteil Reick unter. Dort richteten sich die Mitglieder aus den heimischen Feuerwehren, dem Roten Kreuz und der DLRG auf Feldbetten und Matratzen ein. Dann begann das Warten, bei dem auch manche Partie „Mensch-ärgere-dich-nicht“ die Zeit verkürzte, wie Feuerwehrsprecher Stephan Schienbein am Dienstag zu berichten wusste.

Die Hochwasserlage in der sächsischen Hauptstadt ist nach wie vor alarmierend, da auch nicht genau abzuschätzen ist, welche Wassermengen in den kommenden Tagen noch aus dem benachbarten Tschechien durch das Elbtal kommen werden. Doch bis zum frühen Abend blieb der Ruf des sächsischen Krisenstabes für die mehreren hundert hessischen Helfer aus, so Schienbein.

Das Deutsche Rote Kreuz stellt 25 der insgesamt 120 heimischen Einsatzkräfte in Dresden. Ihre Aufgabe ist die Versorgung sowie die psychische und soziale Betreuung und Unterstützung der Einsatzkräfte und der Bevölkerung vor Ort. Und was ganz wichtig ist: Sie sorgen in der mitgeführten Küche dafür, dass die Helfer auch satt werden.

Aus Erfahrung hatten die heimischen Einsatztrupps aber schon vorgesorgt und vor der Abfahrt in Marburg reichlich Schokoriegel, Getränke und Snacks in die Fahrzeuge geladen - sicher ist eben sicher.

Mit den Menschen in Dresden hatten die Helfer bislang noch keinen näheren Kontakt. „Wir sind hier doch recht abgeschottet, so Schienbein gegenüber der OP.

von Michael Agricola

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Hochwasserhilfe

Wie vor knapp elf Jahren machten sich Helfer aus dem Kreis gestern Abend wieder auf in ein Hochwasser-Katastrophengebiet. Bis zur Abfahrt wussten die rund 100 Helfer aber nicht, wohin genau - die grobe Richtung hieß Dresden.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr