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Mehrfache Diebstähle führen zu Haftverlängerung

Aus dem Amtsgericht Mehrfache Diebstähle führen zu Haftverlängerung

Wegen mehrfacher Diebstähle, dem Besitz von Heroin und einer leichten Körperverletzung wurde ein 33-Jähriger, der derzeit im Gefängnis sitzt, zu weiteren zwei Jahren Haft verurteilt.

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Vor dem Amtsgericht wurde ein 33-jähriger Gefängnis-Insasse zu weiteren zwei Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Peter Reinäcker / pixelio.de

Marburg. Seit Oktober 2015 sitzt der einschlägig vorbestrafte Mann in Haft. Eine Haftstrafe von vier Monaten hat er bereits erlassen bekommen.

Eine weitere Strafe von sieben Monaten, zu der er im vergangenen April verurteilt wurde, sitzt er gerade ab. Verhandelt wurden am Freitag vor dem Marburger Amtsgericht elf weitere Taten, die er vor und nach der letzten Verurteilung begangen hat.

Zusammengefasst mit der derzeitigen Haftstrafe wurde er zu zwei Mal einem Jahr Haft verurteilt, er kehrte also direkt nach der Verhandlung in Handschellen in das Gefängnis zurück. Der 33-Jährige gab alle Taten zu. So wurde er etwa am ­30. April, nur drei Tage nach seiner vorigen Verurteilung, mit mehr als drei Gramm Heroin von der Polizei geschnappt. Im Juni hat er in einem Schuhladen in der Barfüßerstraße teure Turnschuhe gestohlen. Während er den Verkäufer abgelenkt hatte, nahm ein bislang unbekannter Freund die Schuhe mit.

In einem Geschäft für Sportbekleidung in der Nähe der Cappeler Kreuzung zog er einen Trainingsanzug unter seine Kleidung und versuchte so, ihn zu stehlen. Dem Personal war das aufgefallen. Außerdem hat er mehrfach in einem Geschäft an der Cappeler Kreuzung Jägermeister und andere Spirituosen geklaut – obwohl er dort Hausverbot hatte.

Zur Finanzierung des Drogenkonsums gestohlen

Trotz Hausverbots zog es ihn auch mehrfach in ein Kaufhaus in der Innenstadt. Dort ließ er immer wieder Parfum mitgehen oder versuchte es zumindest. Bei einer Gelegenheit wurde er von der Ladendetektivin gestellt und verletzte sie bei einer Rangelei mit einer Nagelschere.

Hier erklärte er, dass dies keine Absicht gewesen sei. Die Detektivin führte aus, dass bei der Rangelei mit dem Angeklagten sein Rucksack auf den Boden gefallen sei. Der sei so löchrig gewesen, dass Nagelschere, Geldbeutel und andere Dinge auf den Boden fielen.

„Ich hatte ihn von hinten gepackt und er stach plötzlich nach mir“, sagte sie. Sie wurde leicht am kleinen Finger verletzt. Der Angeklagte erklärte, dass er mit 18 Jahren nach Deutschland kam. In der Schule habe er die falschen Freunde gefunden und wurde bereits 2001 heroinabhängig. Drogenpausen hatte er während Inhaftierungen und zwei Therapien. Nach jeweils einem Jahr nach Ende der Therapie sei er jedoch rückfällig geworden.

Bis zu zwei Gramm Heroin habe er am Tag gebraucht. Deshalb habe er gestohlen. Bei dem Urteil folgte das Gericht mit den insgesamt zwei Jahren Haftstrafe dem Antrag des Anwalts. Die Staatsanwaltschaft hatte insgesamt zwei Jahre und drei Monate gefordert.

Eine Bewährung gab es für den 33-Jährigen nicht, da er „schon eine ganze Menge an einschlägigen Verurteilungen“ vorweisen könne. „Die persönliche Situation ist nicht so, dass man es verantworten kann“, hieß es in der Urteilsbegründung.

von Patricia Grähling

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