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Mehr als reines Marketing

Markt- und Aktionskreis Mehr als reines Marketing

Der "Markt- und Aktionskreis" (MAK) hat sich umbenannt und will Mitglieder nicht nur aus dem Handel, sondern aus allen Bereichen desgesellschaftlichen Lebensgewinnen.

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Wolfgang Liprecht (von links), Jan-Bernd Röllmann und Klaus Hövel wollen Marburg positiv ins Gespräch bringen.Foto: Till Conrad

Marburg. Der Verein heißt nun „Stadtmarketing Marburg e.V.“. Das beschloss die Jahreshauptversammlung des MAK einstimmig.

1996 entstand der Markt- und Aktionskreis Marburg e. V. (MAK). Die Stadt Marburg unterstützt das Ziel des MAK, die Attraktivität Marburgs im Wettbewerb der Städte und Regionen durch eine umfassendes Innenstadtmarketing zu steigern.

Ende 1999 wurden die vier Werbekreise der Stadt als festes Mitglied in den Vorstand aufgenommen.

"Stadtentwicklungsprozess auf eine breitere Grundlage stellen"

„Jetzt geht es darum, den Stadtentwicklungsprozess auf eine breitere Grundlage zu stellen“, sagt Stadtentwicklungsreferent Wolfgang Liprecht. Die große Einzelhandelsststudie von 2009 und die Stadtmarketingstudie von 2012 hätten gezeigt, dass die Außendarstellung der Stadt mehr sein müsse als reines Kundenmarketing.

Nach der Satzungsänderung ist der neue Verein „Stadtmarketing Marburg e. V.“ deswegen nicht nur für Gewerbetreibende offen, sondern auch für Industrie, Wohnungsbaugesellschaften und andere. „Wir wollen Marburg als Schul-, Wohn und Ausbildungsstandort darstellen“, sagt Stadtmarketing-Koordinator Jan-Bernd Röllmann, der den Verein künftig als hauptamtlicher Geschäftsführer führt. Vorsitzender bleibt Klaus Hövel, der Geschäftsführer des Marburg Tourismus-Marketings (MTM).

„Standortmarketing“ heißt das neudeutsche Wort für den umfassenderen Aufgabenbereich des Vereins. Die Satzungsänderung sei dazu Voraussetzung gewesen; als einen „Meilenstein“ zu einem ganzheitlichen Stadtmarketing bezeichnete sie Hövel.

„Wir wollen insbesondere den veränderten Auswirkungen des demografischen Wandels entgegentreten und die vielfältigen Vorzüge der Universitätsstadt als Stadt stärker und hörbarer als bisher in den Vordergrund rücken“, sagt Röllmann.

"Es braucht einen Kümmerer"

Röllmann, der seit neun Monaten Stadtmarketing-Koordinator ist, hat in dieser Zeit vor allem eines gelernt: „Damit alle an einem Strang ziehen, braucht es Kümmerer“ - und in dieser Funktion sieht er vor allem sich selbst: Ansprechpartner für alle, die mit einer konkreten Entwicklung in Marburg nicht einverstanden sind. „Vieles kann auf dem kurzen Dienstweg gelöst werden“, sagt Röllmann und nennt als Beispiel die Baustellen in Marburg. In der jüngeren Vergangenheit habe er erreicht, dass Handel und Gewerbe rechtzeitig über große Baustellen, ihre Auswirkungen und ihre voraussichtliche Dauer informiert werden. Die Installierung eines Baustellen-Informationssystems sei auch unter dem Aspekt des Marburg-Marketings zu sehen.

Mehr als 400 Gespräche hat Röllmann in den vergangenen Monaten mit den unterschiedlichsten Partnern geführt und ist überall auf großes Interesse gestoßen.

Ziel von „Stadtmarketing Marburg e. V.“ ist es, mittelfristig 250 Marburger Betriebe und Dienstleister in das Stadtmarketing einzubeziehen, formuliert Röllmann, und Klaus Hövel hält dies für durchaus realistisch. Die Vorstandsmitglieder des alten MAK hätten großes Vertrauen in den künftigen Prozess rückgemeldet. „Es herrscht Aufbruchstimmung“, sagte Hövel.

Der Verein bleibt Ausrichter vieler Feste in Marburg wie den „Marburger Frühling“, das Maieinsingen auf dem Marktplatz, „Marburg b(u)y night“ und das Marburger Weihnachtsfest. Röllmann wird die Facebook-Präsenz des Stadtmarketings kontinuierlich ausbauen: „Man muss auch neue Kanäle nutzen, um Marburg schnell und unkompliziert ins Gespräch zu bringen“, sagt er und fügt hinzu: „Ich möchte, dass Marburg positiv im Gespräch bleibt.“

von Till Conrad

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