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Mehr Politikgestaltung durch Migranten

Ausländerbeirat Mehr Politikgestaltung durch Migranten

Der Ausländerbeirat will die politische Teilhabe der Migranten stärken. Das machte das Gremium beim Neujahrsempfang im Stadtverordnetensitzungssaal deutlich.

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Im Stadtverordnetensitzungssaal begrüßte der Ausländerbeirat die Gäste. Welche Nationalitäten in Marburg heimisch sind, verdeutlichten die entsprechenden Flaggen.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Wir leben in einer kritischen Zeit, in der es Kriege im Nahen Osten, der Ukraine gibt. Es ist unser Bemühen um das Wohlergehen der Menschen in der Stadt. Ein sichtbarer Beweis, dass der Ausländerbeirat hier in Marburg ein gleichberechtigtes Gremium bildet“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (SPD) in seiner Ansprache.

„Gerade die politische Teilhabe der Migranten zu stärken, die Anti-Diskriminierungs- und Integrationsarbeit, eine Sprachförderung bei Kindern und die Willkommenskultur bilden die Arbeitsschwerpunkte des Ausländerbeirates für das Jahr 2015“, sagt Beirats-Geschäftsführerin Somayeh Mansouri.

"Integration statt Isolation"

Sechs Ausländerbeiräte bestehen derzeit hessenweit für die Interessenvertretung von ausländischen Bürgern als Ansprechpartner und erste Anlaufstelle innerhalb der Kommunalpolitik. Vier Themenschwerpunkte vermitteln die Mitglieder des Marburger Ausländerbeirates: Integration, Gleichberechtigung, kulturellen Austausch sowie ein harmonisches Miteinander. Auf dieser Grundlage luden die zwölf Vertreter zum Jahresempfang Gäste aus Gesellschaft und Politik ein, um gemeinsam die Erlebnisse aus 2014 miteinander zu teilen und zu resümieren. In ihrem Jahresbericht erläuterte die Vorsitzende des Ausländerbeirates Goharik Gareyan die unterschiedlichen Teilnahmen und Projekte der Mitglieder aus dem vergangenen Jahr. Besonders lobte sie die Eindrücke aus dem Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ in Ulm.

„Es war eine echte Bereicherung für uns durch den Austausch mit anderen Kulturen“, so Gareyan. Neben weiteren Kooperationen des Ausländerbeirates wie Ausbildungsplatzinitiativen mit regionalen Unternehmen und Podiumsdiskussionen zum Thema „Integration statt Isolation“ oder der Willkommenskultur in der Einführungswoche für ausländische Studierende an der Philipps-Universität verwies die Vorsitzende auf den erst kürzlich geschaffenen Dolmetscher-Pool, um neuen Mitbürgern der Stadt die Sprachbarriere zu erleichtern. Aktuelle Themen mit regionalem und internationalem Bezug sollen zudem den Weg in kommende Veranstaltungen finden. Die Situation um den aufkeimenden Rechtspopulismus in Teilen der Gesellschaft, Lösungsansätze, aber auch gemeinsame Dialoge werden eine Relevanz beim Frühlingsfest und der anstehenden Podiumsdiskussion mit den Oberbürgermeisterkandidaten Anfang Mai sowie zum Tag der kulturellen Freiheit am 3. Oktober finden.

von Arnd Hartmann

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