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Mehr Platz für Fußgänger und Radler

Bahnhofsvorplatz Mehr Platz für Fußgänger und Radler

Die Sanierungsarbeiten am Bahnhofsvorplatz sind im vollen Gang. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Noch ist der Bahnhofsvorplatz zwischen dem Bahnhofsportal und der Autobahnbrücke eine große Baustelle.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Platz vor dem Bahnhof ist schon seit einigen Wochen komplett aufgerissen, und der Bahnhof ist zurzeit für Fußgänger nur eingeschränkt erreichbar. Das liegt daran, dass neue Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt wurden. Doch die Bauarbeiten sollen im Anschluss daran auch dazu dienen, den Platz übersichtlicher zu gestalten. „Der Bahnhofsvorplatz wird eine neue Aufenthaltsqualität erhalten“, sagte der städtische Baudirektor Jürgen Rausch der OP dazu auf Anfrage. Bis das soweit ist, benötigen die Marburger und die Marburg-Besucher allerdings noch einige Monate Geduld. Voraussichtlich im Dezember dieses Jahres soll die Bahnhofsvorplatz-Sanierung abgeschlossen sein.

Kiss and Ride-Platz

Nach der Sanierung eines Kanals der Bahn soll in den kommenden Monaten die Umgestaltung des Platzes starten, wie Rausch erläuterte. Der Bahnhofsvorplatz soll auf dem Abschnitt zwischen dem Bahnhof und der Stadtautobahn-Brückenkonstruktion einen völlig neuen Charakter erhalten.

Ähnlich wie vorher bleibt eine Mittelinsel erhalten, dort wo sich noch ein Baum befindet. Wo sich vorher in der Mitte zwischen zwei Fahrbahnen ein kleiner Auto-Parkplatz befand, soll nach dem Umbau ein großer Bushalteplatz mit sechs Haltestellen angelegt werden. Er soll künftig als Ersatz für den Busbahnhof unter der Autobahnbrücke dienen. Anstelle der Fahrspuren für den Autoverkehr soll eine Busspur errichtet werden, bei der die Busse im Uhrzeigersinn um die Mittelinsel fahren können. Zudem soll ein neues Dynamisches Fahrgast-Informationssystem gebaut werden.

Autos können künftig nur noch von der Neuen Kasseler Straße aus am Hauptbahnhof vorfahren. Am sogenannten „Kiss and Ride“-Platz seitlich vor dem Bahnhofsportal können sie dann anhalten, wenn sie Reisende ausladen wollen. An diesem Wendehammer werden weiterhin auch einige Parkplätze mit Parkscheinautomaten eingerichtet sein.

Land Hessen trägt einen Großteil der Kosten

Zentraler Bestandteil der städtischen Planungen zur Aufwertung des Platzcharakters soll aber eine großzügigere und deutlich breitere Gestaltung der Bürgersteige sein. „Der Hauptgewinn der Planungen ist, dass es mehr Platz für den Fahrradverkehr und die Fußgänger gibt“, meint Baudirektor Rausch. Zudem sollen zehn zusätzliche Bäume gepflanzt werden, um den Bahnhofsvorplatz ansprechender zu gestalten. So sieht der Zeitplan aus: Ab Ende August soll die neue Fahrbahn betoniert werden. Dann soll der Bahnhofsvorplatz wieder bepflastert werden und es soll eine Bus-Wartehalle errichtet werden. Schließlich soll auch der „Kiss and Ride“-Platz gestaltet werden und es sollen Restarbeiten in der Neuen Kasseler Straße ausgeführt werden. Im Oktober 2010 hatten die ersten Arbeiten vor dem Bahnhof begonnen. Vor der Sanierung des Bahnhofsvorplatzes wurden bereits die Bahnhofsumfahrung und die Flächen unter der Stadtautobahn-Hochstraße in puncto Straßen- und Leitungsbau neu gestaltet. Außerdem wurden die Elisabethbrücke sowie die Rampen und Stützbauwerke der Stadtautobahn saniert. Für das Gesamtvorhaben fallen Kosten von mehr als elf Millionen an.

Allein für den dritten Bauabschnitt, der derzeit umgesetzt wird, sind Kosten von 3,55 Millionen Euro veranschlagt. Einen Großteil der Sanierungskosten trägt das Land Hessen aus Verkehrsinfrastruktur- und Städtebauförderungsmitteln.

von Manfred Hitzeroth

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