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Mehr Mitglieder – entgegen dem Trend

Freiwillige Feuerwehr Marburg Mehr Mitglieder – entgegen dem Trend

Entgegen dem bundes- und landesweiten Trend engagieren sich in ­Marburg zunehmend mehr Frauen und Männer im ehrenamtlichen ­Feuerwehrdienst.

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Feuerwehr-Chefin Carmen Werner überreichte gemeinsam mit Brandschutzderzernent und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (rechts) die Ernennungsurkunden.

Quelle: Rike Werner

Marbach. Schon die Anzahl von 547 aktiven Mitgliedern bei der Freiwilligen Feuerwehr zeugt von einem enorm hohen Engagement in Marburg. Die Leiterin der Feuerwehr Marburg, Brandoberamtsrätin Carmen Werner, freute sich so auch über die zahlreich erschienenen Feuerwehrangehörigen bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marburg im Bürgerhaus Marbach.

„Gerade die Anschläge in Brüssel zeigen, wie wichtig es ist eine Feuerwehr zu haben“, betonte Werner. Sie berichtet von 23 neuen Mitgliedern, welche die Einsatzabteilung der Feuerwehr im vergangenen Jahr dazugewinnen konnte und lobte die Jugendfeuerwehrwarte für ihre „unglaubliche Arbeit“. Zwölf Einsatzkräfte wurden aus der Jugendfeuerwehr übernommen.

864 Einsätze, 213 Fehlalarme

Die Anzahl der Feuerwehrkräfte sei jedoch nicht in allen Stadtteilen gleichmäßig stark, in einigen gebe es noch Verbesserungsbedarf, erklärte Jens Seipp, Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte. Dazu stellte er ein Konzept zur Mitgliedergewinnung vor, das bereits Früchte trage. So konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Moischt dank des Konzeptes bereits über drei neue Mitglieder freuen, schilderte Seipp (die OP berichtete).

Werner erwähnte in ihrem Jahresbericht insgesamt 864 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Marburg. Neben den 213 Fehlalarmen sei die Feuerwehr zu 161 Brandeinsätzen, 410 allgemeinen Hilfeleistungen und 80 Brandsicherheitsdiensten ausgerückt.

Ebenfalls thematisiert wurde die Modernisierung des Fuhrparks. Die Brandoberamtsrätin stellte ein neues Wechselladerfahrzeug vor, das bereits 2015 in den Dienst gestellt wurde und zusammen mit dem neuen Abrollbehälter Gefahrstoff AB-G3 zum Einsatz kommen soll. „Es werden immer höhere Anforderungen an Feuerwehrleute gestellt“, betonte Seipp in seinem Jahresbericht. Er rief zur Teilnahme an Lehrgängen auf. „Die machen nicht nur Spaß, sie bringen auch was“, sagte er.

OB Spies: „Eine Feuerwehr, um die uns jeder beneidet“

Kritisch setzte sich der Brandmeister mit dem Landesfeuerwehrverbund auseinander: „Das ist unsere größte Interessenvertretung, doch langsam entsteht das Gefühl, dass deren Interessen schon lange nicht mehr unsere sind“, sagte Seipp.
Der Landesfeuerwehrverbund habe den Bezug zur Basis verloren und seine Darstellung in der Öffentlichkeit sei nicht mehr tragbar, betonte Seipp. Ein Wechsel an der Spitze wäre notwendig.

Oberbürgermeister und Brandschutzdezernent Dr. Thomas Spies (SPD) dankte den Feuerwehrkräften für ihren ehrenamtlichen Einsatz und lobte die Unterstützung durch die Feuerwehr bei der Aufnahme der Flüchtlinge. Spies garantierte der Feuerwehr, dass diese trotz der „unvermeidbaren“ Haushaltssperre nicht auf die nötige, zeitgemäße Ausstattung verzichten müsse. „Wir haben eine Freiwillige Feuerwehr, um die uns jeder beneidet“, betonte der Oberbürgermeister.

Neben dem Brandschutz engagiert sich die Feuerwehr auch im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich, so präsentierte sie sich 2015 bei „3 Tage Marburg“ und der „Nacht der Kunst“. „Gerade diese Aktionen beleben unser Miteinander“, betonte Werner.

von Rike Werner

 
Ernennungen

Zum Wehrführer Feuerwehr Dilschhausen: Rainer Weber;

stellvertretender Wehrführer, 1. Stellvertreter Feuerwehr Dilschhausen: Markus Vormschlag;

stellvertretender Wehrführer, 1. Wehrführer Feuerwehr Marburg-Mitte: Jens Seipp;

Wehrführer Feuerwehr Ockershausen: Björn Heinrich;

stellvertretender Wehrführer Feuerwehr Ockershausen: Moritz Rother.

 
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